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Russland rüstet auf : Augen auf!

Auch wenn Raketenschach keine olympische Disziplin ist: Der Westen sollte nicht nur nach Sotschi blicken.

          Alle Welt schaut nach Sotschi, niemand nach Königsberg. Doch auch im Oblast Kaliningrad hat Moskau eine Drohkulisse aufgebaut. Sie richtet sich nicht gegen kaukasische Terroristen, sondern gegen Mitgliedstaaten der EU und der Nato.

          Im vergangenen Jahr stellte der Kreml an seinen Westgrenzen Dutzende Kurzstreckenraketen auf, die mit Atomsprengköpfen bestückt werden (und knapp auch deutsches Gebiet erreichen) können. Moskau behauptete, diese Geschosse, die als Reaktion auf die amerikanischen Raketenabwehrpläne ausgegeben wurden, verstießen nicht gegen geltende Rüstungsabkommen. Daraufhin meinte auch die Nato, man solle am besten so tun, als habe man diese Projektile nicht bemerkt.

          Bei einer anderen Höllenmaschine, der RS-26, fällt es zumindest den Amerikanern nicht mehr ganz so leicht, ein Auge zuzudrücken. Denn diese Langstreckensysteme können offenbar auch als Mittelstreckenwaffen eingesetzt werden, die vom INF-Vertrag verboten worden sind. Doch auch Washington hat derzeit wohl keine Lust auf eine neue Partie Raketenschach.

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