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Russland : Pussy-Riot-Frauen wollen ins Moskauer Stadtparlament

  • Aktualisiert am

Maria Alechina und Nadeschda Tolokonnikowa Bild: dpa

Die beiden Frontfrauen der kremlkritischen Punkband „Pussy Riot“ streben politische Ämter an, wie sie in Berlin bekanntgaben: „Das ist einen Versuch wert.“

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          Die beiden Frontfrauen der kremlkritischen Punkband „Pussy Riot“, Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Alechina, wollen für das Moskauer Stadtparlament kandidieren. „Das ist einen Versuch wert“, sagte Aljochina am Montag in Berlin beim ersten Deutschland-Auftritt der beiden Aktivistinnen, nachdem sie kurz vor Weihnachten nach 20 Monaten Haft freigekommen waren.

          Bei der Pressekonferenz kritisierten beide Frauen die Zustände in russischen Gefängnissen. Sie hatten sich nach ihrer Freilassung für demokratische Reformen in ihrem Land eingesetzt. Die schon seit einiger Zeit geplante Zulassung ihrer Menschenrechtsorganisation „Zona Prava“ wirde nach Angaben der beiden Sängerinnen aber von den russischen Behörden behindert.

          Die beiden Musikerinnen sind im Rahmen der Berlinale am Abend Gäste der „Cinema for Peace“-Gala im Konzerthaus am Berliner Gendarmenmarkt. Der Dokumentarfilm „Pussy Riot - A Punk Prayer“ über das politische Engagement der Band ist neben weiteren Filmen wie „Dirty Wars“ und „The Kill Team“ für den „Cinema for Peace Award for the Most Valuable Film of the Year“ nominiert. Ehrengastgeber der Gala sind Filmstars wie Uma Thurman, Catherine Deneuve, Sir Christopher Lee, Ennio Morricone und Ornella Muti.

          Die beiden Russinnen hatten vor zwei Jahren in der Moskauer Erlöser-Kathedrale mit einem sogenannten Punkgebet gegen die Wiederwahl von Präsident Putin protestiert. Ein Gericht verurteilte die Musikerinnen daraufhin wegen „Rowdytums aus religiösem Hass“ zu zwei Jahren Haft. Kurz vor Weihnachten wurden sie am 23. Dezember vergangenen Jahres amnestiert.

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