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Russische Trolle auf Instagram : Merkel zieht die Notbremse

Was nach dem Aufräumen übrig blieb: „I love Putin“ und „Putin ist der Beste“ Bild: screenshot

Seit ein paar Tagen hat auch Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Instagram-Kanal. Weil er von russischen Nutzern überflutet wird, hat sich die Regierung zu Gegenmaßnahmen entschlossen, wie die F.A.S. erfuhr.

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          Russische Instagram-Nutzer haben gezielt den Kanal von Bundeskanzlerin Angela Merkel überflutet, der am 3. Juni online ging und Fotos aus ihrem Regierungsalltag zeigt. „Zum Start des Kanals gab es innerhalb weniger Stunden einige hundert Kommentare in kyrillischer Schrift“, sagte eine Regierungssprecherin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.). Merkels Social-Media-Team prüfte zunächst die Inhalte der Kommentare, die zum großen Teil aus Hasstiraden gegen Merkel und die Ukraine bestanden. Da nur wenige Mitarbeiter des Russischen mächtig waren, behalf man sich zunächst mit einem Übersetzungsdienst im Internet. Der Ansturm war aber so groß, dass  entschieden wurde, russischsprachige Kommentare grundsätzlich nicht mehr zuzulassen.

          Markus Wehner
          Politischer Korrespondent in Berlin.

          „Das Social-Media-Angebot der Bundesregierung ist generell deutschsprachig“, sagte die Sprecherin der F.A.S. „Im Interesse der Lesbarkeit werden deshalb Kommentare in anderen Sprachen – abgesehen von englischsprachigen Beiträgen – gelöscht.“ Die Kommentare in kyrillischer Schrift seien „nach und nach entfernt“ worden.

          Trotz der neuen Regeln werden allerdings weiter Beschimpfungen auf Russisch gepostet, die oft erst nach Stunden gelöscht werden, schreibt die F.A.S. Einen Vorfilter, um solche Kommentare auszulesen, bevor sie auf der Seite erscheinen, hat das Social-Media-Team der Kanzlerin nicht.

          Nach Recherchen der F.A.S. sind sogenannte Internet-Trolle organisiert vorgegangen. Darauf deutet unter anderem hin, dass die Instagram-Konten vieler russischer Kommentatoren nur aus einem Benutzernamen bestehen. Nach Angaben der Regierungssprecherin liegen über die Herkunft der Kommentatoren allerdings „keine Erkenntnisse vor“.

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