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Rupert Murdoch : Beziehungen

Was macht ein Journalist, wenn sein Verleger eine besondere Beziehung zu Politikern pflegt? In Großbritannien lässt sich das im Augenblick besichtigen.

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          Journalisten behaupten gerne, sie hätten zu den Objekten ihrer Berichterstattung eine gesunde Distanz. Das trifft für viele sicher zu. Aber was macht ein Journalist, wenn sein Verleger eine besondere Beziehung zu einem solchen Objekt der Berichterstattung pflegt, wenn dieser Verleger durch die Pflege dieser Beziehung noch dazu geschäftliche Interessen verfolgt? Da nützt die schönste innere Distanz nur noch wenig.

          Peter Sturm

          Redakteur in der Politik, zuständig für „Politische Bücher“.

          Wozu so etwas führen kann, ist im Augenblick in Großbritannien zu besichtigen. Und es ist lehrreich zu sehen, wie alle die Politiker, die früher dem Medienunternehmer Rupert Murdoch gar nicht nahe genug sein konnten, jetzt angeblich gar nicht mehr verstehen können, wie das eigentlich hatte passieren können. Zweifellos ist da sehr viel sehr falsch gelaufen. Jetzt gilt es, Lehren aus dem „Fall Murdoch“ zu ziehen. Eine sollte lauten: Kein Einzelunternehmen darf so große Teile der Medien eines Landes beherrschen wie in Großbritannien oder in Italien (Berlusconi). Machtkonzentration, ob bei Unternehmen oder in einer Staatspartei, schadet der Demokratie.

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