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Republikaner-Parteitag : „Amerika braucht eine Wende“

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Ryans Versprechen: Zwölf Millionen neue Jobs trotz Begrenzung der Staatsausgaben auf 20 Prozent des Wirtschaftsprodukts. Bild: AFP

Paul Ryan, der republikanische Anwärter auf das Amt des Vizepräsidenten, verspricht zwölf Millionen neue Jobs und das Aus für Obamas Gesundheitsreform. Vor der Rede Mitt Romneys bekräftigen die Republikaner den Führungsanspruch der Vereinigten Staaten.

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          Vor jubelnden Delegierten haben die Republikaner den amerikanischen Wählern Millionen neuer Jobs versprochen und den weltweiten Führungsanspruch der Vereinigten Staaten bekräftigt. Paul Ryan, der republikanische Kandidat für den Posten des Vizepräsidenten, versprach im Falle eines Wahlsiegs, in den nächsten vier Jahren zwölf Millionen Jobs zu schaffen. Zugleich sollten die staatlichen Ausgaben auf 20 Prozent des Wirtschaftsprodukts begrenzt werden. „Amerika braucht eine Wende“, rief der Vorsitzende des Haushaltsausschusses im Repräsentantenhaus am Mittwoch den Delegierten in Tampa zu.

          Ryan kündigte außerdem an, die Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama abschaffen zu wollen. Argwohn erregt das besonders in Florida, wo viele ältere Amerikaner leben. Ein Sieg in dem Bundesstaat mit 19 Millionen Einwohnern gilt als wichtig für Romneys Wahlsieg am 6. November. „Was im Weißen Haus fehlt, ist Führungskraft,“ sagte Ryan weiter. Das größte Versäumnis sei aber das Anwachsen der Staatsschulden. „Wir dürfen kein Geld ausgeben, das wir nicht haben.“

          Der in Tampa offiziell zum Präsidentschaftskandidaten gekürte Multimillionär Mitt Romney hatte Ryan erst vor wenigen Wochen zum Vizekandidaten ernannt. Ryan gilt als Verfechter harter Sparpläne mit massiven Eingriffen im Sozialbereich. Obama warf ihm deshalb „Sozialdarwinismus“ vor.

          Gleich mehrere Redner beim Republikaner-Parteitag forderten, Amerika müsse wieder eine globale Führungsrolle übernehmen. Großen Beifall erhielt die frühere Außenministerin Condoleezza Rice, die mahnte, die Vereinigten Staaten dürften ihre militärische Überlegenheit nicht verlieren.

          „Wo steht Amerika? Das ist in diesem Moment die Frage“, rief die frühere Außenministerin den Delegierten zu. „Wenn unsere Freunde und ebenso unsere Feinde die Antwort auf diese Frage nicht kennen, klar und unmissverständlich, dann ist die Welt ein chaotischer und gefährlicher Ort.“ Die Welt brauche ein starkes Amerika.

          Präsident Obama warf sie vor, die politische Führungsrolle Amerikas in der Welt verspielt zu haben. Er habe außenpolitisch versagt. kämen den politischen Dissidenten in China ebenso wenig zu Hilfe wie den politischen Gefangenen in Iran. Ähnlich äußerte sich auch der frühere Präsidentschaftskandidat John McCain.

          Der Parteitag endet an diesem Donnerstag mit der offiziellen Nominierungs-Rede des frisch gekürten Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney.

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