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Hitze in Griechenland : Rekordtemperaturen gefährden Stromversorgung

Gefahr nicht nur für die Bäume: Großbrand in Griechenland Bild: EPA

Hoffen und Bangen in Griechenland: Heiße Sommer sind zwar die Regel. Aber die Rekordtemperaturen dieses Jahres drohen die Stromversorgung lahmzulegen. Das will die Regierung unbedingt verhindern.

          3 Min.

          In Griechenland wird derzeit viel über den Sommer 1987 geredet. Das war ein denkwürdiger und schrecklicher Sommer. Eine tödliche Hitzewelle senkte sich im Juli jenes Jahres für mehr als eine Woche über das Land. Tagsüber lagen die Temperaturen stets bei über 40, mitunter bei 45 Grad. Nachts sanken sie zumindest in den Städten fast nie unter 30, in manchen Nächten kaum unter 35 Grad. Mehr als 1000 Menschen, zumeist ältere oder gesundheitlich ohnehin angeschlagene, starben durch Hitzschlag.

          Michael Martens
          Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Wien.

          Die meisten Opfer waren im Moloch Athen zu beklagen, und dort insbesondere in den sich wie Öfen aufheizenden Betonschluchten der eng bebauten Stadtteile Richtung Piräus. In Piräus stapelten sich Särge in der Sonne, weil die Kühlräume der Leichenhäuser voll waren. Als die Temperaturen nach mehr als einer Woche erstmals auf knapp unter 40 Grad fielen und sich einige Tage bei um 36 Grad hielten, wurde das schon als Erleichterung begrüßt. Im August folgte ein zweiter Hitzeschub, etwas kürzer und nicht ganz so heiß, aber wiederum tödlich für einige.

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