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Kolumbien : Regierung und Farc nehmen Nachverhandlungen auf

  • Aktualisiert am

Demonstranten bei einem Marsch für den Frieden in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota Bild: AFP

Nach dem Scheitern des Friedensabkommens unternehmen die Farc-Guerilla und die kolumbianische Regierung einen neuen Anlauf – auch die Kritik der Opposition soll bei den Verhandlungen eine Rolle spielen.

          Die kolumbianische Regierung und die Farc-Guerilla haben Nachverhandlungen des in einer Volksbefragung abgelehnten Friedensabkommens aufgenommen. Bei den neuen Gesprächen in Havanna herrsche Optimismus, erklärte der Chef der linksgerichteten Guerilla, Rodrigo „Timochenko“ Londoño, am Samstag (Ortszeit) im Kurznachrichtendienst Twitter.

          Kolumbiens Staatschef Juan Manuel Santos bat die Unterhändler, die Verhandlungen zu beschleunigen, um möglichst bald ein neues Abkommen abschließen zu können. Die Unterhändler der Regierung brachten zu den Verhandlungen in der kubanischen Hauptstadt die Vorschläge der Gegner bei der Volksbefragung, unter ihnen die des Oppositionsführers Álvaro Uribe, mit.

          Das nach vierjährigen Verhandlungen abgeschlossene Abkommen war am 2. Oktober in einer Volksabstimmung knapp abgelehnt worden. Die Gegner kritisierten vor allem die geplante politische Beteiligung der Farc und die relativ milden Strafen für die Rebellen. Santos verlängerte nach der Volksabstimmung den Waffenstillstand mit der Farc bis zum 31. Dezember. In den letzten sieben Wochen hat es nach Regierungsangaben keine Todesopfer im Konflikt mit der Farc gegeben.

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