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Bamako : Regierung in Mali tritt überraschend zurück

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Malis abgetretender Premierminister Abdoulaye Idrissa Maïga Bild: AFP

Premier Abdoulaye Idrissa Maïga erklärt seinen Rückzug. Will er Malis neuer Präsident werden?

          Die Regierung in Mali hat überraschend ihren Rücktritt eingereicht. Der Präsident des westafrikanischen Landes, Ibrahim Boubacar Keïta, habe das Rücktrittsgesuch angenommen, hieß es in einer am Freitagabend in der Hauptstadt Bamako verbreiteten Erklärung. Gründe für den Rückzug von Premier Abdoulaye Idrissa Maïga, der bisher als enger Verbündeter des Präsidenten galt, wurden nicht genannt. Maïga habe angeboten, Mali in anderer Funktion zu dienen, hieß es in der Erklärung.

          In Mali sollen im Juli 2018 Präsidentenwahlen stattfinden. Es gilt als möglich, dass der bisherige Premier dabei antreten will. Ebenso denkbar ist, dass er den Platz für einen stärkeren Premier freimacht, der Präsident Keïtas Wiederwahl sichern soll. Der vor einer Woche aus dem Exil im Senegal zurückgekehrte ehemaligen Präsident Amadou Toumani Touré gilt nach wie vor als beliebt. Sollte der 2012 vom Militär gestürzte Touré bei den Wahlen antreten, werden ihm gute Chancen gegen den Amtsinhaber eingeräumt.

          Eine neue Regierung soll in Kürze benannt werden. Maïga hatte das Amt des Premiers erst im April 2017 übernommen. In dieser Zeit war es ihm nicht gelungen, den Aussöhnungsprozess mit Tuareggruppen im Norden des Landes zum Erfolg zu führen. Die Lage dort ist auch wegen radikal-islamistischer Anschläge nach wie vor unsicher, obwohl knapp 11.000 Soldaten und mehr als 1.700 Polizisten unter UN-Mandat im Land stationiert sind. Unter ihnen sind auch bis zu 1.000 Bundeswehrsoldaten.

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