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Nach dem Schottland-Referendum : Alex Salmond kündigt Rücktritt an

  • Aktualisiert am

Tritt zurück: Alex Salmond Bild: AP

Nach der Entscheidung der Schotten, sich nicht von Großbritannien abzuspalten, kündigt Alex Salmond, Erster Minister des Landes und Anführer der Nationalisten, an, sich von beiden Ämtern zurückzuziehen.

          Nach dem verlorenen Referendum zur Unabhängigkeit hat Schottlands Ministerpräsident Alex Salmond seinen Rücktritt als Regierungschef und als Parteivorsitzender der SNP angekündigt. Salmond gab diese Entscheidung am Freitagnachmittag vor Journalisten in Edinburgh bekannt. „Ich denke, dass Partei, Parlament und Land von einer neuen Führung profitieren würden“, sagte der 59-Jährige. Es sei „das Privileg“ seines „Lebens“ gewesen, Chef der schottischen Regionalregierung gewesen zu sein. Er werde auf dem Parteitag in Perth nicht mehr kandidieren, so Salmond weiter.

          Seit 2007 war Salmond erster Minister von Schottland. Er war der erste Vertreter der schottischen nationalistischen Partei SNP der in das Amt gewählt wurde. 2011 errang seine Partei sogar die Mehrheit der Sitze im schottischen Parlament und er wurde abermals in das AMT gewählt.

          Er trat vor allem mit dem Versprechen an, ein Referendum in Schottland über die Unabhängigkeit von Großbritannien herbeizuführen. Obwohl das nun gegen ihn ausging, konnte er für sein Land doch weitere politische Kompetenzen herausschlagen.

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