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Rechtsterrorismus : Anwältin von mutmaßlichem NSU-Unterstützer tief in rechtsextreme Szene verstrickt

  • Aktualisiert am

In Zusammenhang mit der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) festgenommen: Holger G. (oben links), Beate Z. (o. r.), Ralf Wohlleben (unten, l.) und Andre E. Bild: dapd

Nach F.A.S.-Informationen war die Anwältin des wegen mutmaßlicher Unterstützung der Zwickauer Terrorzelle inhaftierten ehemaligen NPD-Funktionärs Ralf Wohlleben tiefer als bisher bekannt in die rechtsextremistische Szene verstrickt.

          Die Anwältin des wegen mutmaßlicher Unterstützung der Zwickauer Terrorzelle inhaftierten ehemaligen NPD-Funktionärs Ralf Wohlleben ist tiefer als bisher bekannt in die rechtsextremistische Szene verstrickt. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (F.A.S.) unter Berufung auf Verfassungsschutzbehörden.

          Danach war Nicole Schneiders Mitglied der rechtsextremistischen Organisation „Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige“ (HNG), die verurteilte Rechtsterroristen, Kriegsverbrecher und Holocaust-Leugner betreute. Die HNG wurde im September 2011 vom Bundesinnenminister verboten, das sie „zur verzeichnenden Radikalisierung der Neonaziszene beigetragen“ habe.

          Während des Jurastudiums NPD-Mitglied gewesen

          Schneiders soll zudem schon in jungen Jahren in der rechtsextremistischen Szene um den Heilbronner Neonazi Michael D. aktiv gewesen sein. Auch heute habe sie Kontakte in die rechtsextremistische Kameradschaftsszene im baden-württembergischen Rastatt, heißt es in einer Verfassungsschutzbehörde.

          Schneiders hatte in einer Mitteilung zugegeben, während ihres Jura-Studiums in Jena kurzzeitig, etwa 2000/2001, Mitglied der NPD gewesen zu sein. Eingetreten sei sie wegen des angestrengten NPD-Parteiverbots, ausgetreten nach dessen Scheitern. Das NPD-Verbotsverfahren scheiterte allerdings erst 2003.

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