https://www.faz.net/-gpf-p9cc

Reaktionen : Ehemaliger Bundeswirtschaftsminister Rexrodt gestorben

  • Aktualisiert am

Westerwelle beim Eintrag in das Kondolenzbuch Bild: AP

Die Nachricht vom plötzlichen Tod des FDP-Politikers und ehemaligen Bundeswirtschaftsministers Günter Rexrodt hat Trauer und Bestürzung ausgelöst. Rexrodt starb am Donnerstag in Berlin im Alter von 62 Jahren.

          1 Min.

          Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Günter Rexrodt (FDP) ist am Donnerstag im Alter von 62 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Rexrodt war Ende Mai an den Stimmbändern operiert worden. Spitzenpolitiker und Wirtschaftsvertreter reagierten bestürzt auf die Todesnachricht und würdigten Rexrodt als einen herausragenden Politiker und streitbaren Parlamentarier.

          Bundespräsident Horst Köhler nannte Rexrodt einen „markanten und profilierten“ Politiker. Rexrodt sei „stets glaubwürdig“ gewesen, „weil er auch gegen Widerstände zu seinen Überzeugungen stand und sie mit großem Engagement in der Öffentlichkeit vertrat„, schrieb der Bundespräsident an die Witwe Ingrid Rexrodt.

          „Viel bewegt“

          „Das Land hat eine herausragende Persönlichkeit verloren, die FDP einen großen Liberalen und ich persönlich einen guten Freund“, sagte der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle. Er bezeichnete Rexrodt, der von 1993 bis 1998 Bundeswirtschaftsminister war, als „einen Mann, der die soziale Marktwirtschaft verkörpert hat wie kaum ein anderer“. Der in Thüringen aufgewachsene Rexrodt habe zudem die deutsche Einheit und den Aufbau Ost „nie aus den Augen verloren“.

          Der FDP-Ehrenvorsitzende Hans-Dietrich Genscher fügte hinzu, Rexrodt habe sich durch einen klaren Weg, Entschiedenheit und Verlässlichkeit ausgezeichnet. Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) würdigte seinen Amtsvorgänger als überzeugten Liberalen, der gerade in den ersten Jahren der deutschen Einheit „viel bewegt“ habe. Unter Rexrodts Leitung seien „wesentliche Weichen für den Wiederaufbau der Wirtschaft in den neuen Ländern gestellt worden“.

          „Wirtschaftspolitische Kompeten“

          BDI-Chef Michael Rogowski betonte, der FDP-Politiker habe sich um die deutsche Wirtschaft verdient gemacht. DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun fügte hinzu, Rexrodt habe die marktwirtschaftliche Ordnung in Deutschland nicht nur verteidigt, sondern auch weiterentwickelt.

          Der Bundestag flaggte zu Ehren des verstorben FDP-Politikers Halbmast. Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) betonte, Rexrodt sei ein „streitlustiger Kollege“ gewesen, der immer fair geblieben sei. Ähnlich äußerte sich CDU-Chefin Angela Merkel, die von Rexrodt als einem “zuverlässigen, sympathischen Kollegen“ sprach. Die Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Katrin Göring-Eckhardt und Krista Sager, zollten dem „kompetenten„ Liberalen Respekt für dessen Arbeit. CSU-Chef Edmund Stoiber lobte die “wirtschaftspolitische Kompetenz und die intellektuelle Kraft" des Spitzenliberalen.

          Weitere Themen

          Trump will Nahost-Friedensplan vorstellen

          Bis kommenden Dienstag : Trump will Nahost-Friedensplan vorstellen

          Vor der dritten Parlamentswahl in einem Jahr in Israel lädt Donald Trump Benjamin Netanjahu und seinen Herausforderer Benny Gantz nach Washington ein. Noch vor dem Treffen will Amerikas Präsident seinen Friedensplan für Nahost vorstellen.

          Topmeldungen

          Im Bahnhof der Stadt Hangzhou werden ankommende Passagiere aus Wuhan mit Infrarot-Thermometern untersucht.

          Coronavirus : Zahl der Toten auf 26 gestiegen

          Auch die Anzahl der Infizierten ist mit insgesamt über 800 Fällen seit gestern noch einmal deutlich angestiegen. Die Weltgesundheitsorganisation sieht dennoch bislang keinen internationalen Gesundheitsnotstand.
          Gefeiert wie ein Popstar: Heinz-Christian Strache am Donnerstagabend in Wien.

          Strache-Auftritt in Wien : „Hier steht das Original“

          Heinz-Christian Strache will in Österreich mit einer neuen „Bürgerbewegung“ in die Politik zurückkehren und seiner früheren Partei FPÖ das Leben schwer machen. Doch noch lässt er seine Anhänger zappeln – und vermeidet Festlegungen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.