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Reaktionen auf Vorwahlen : „Wir bauen an der politischen Revolution“

  • Aktualisiert am

Marco Rubio nimmt sein schlechtes Abschneiden in New Hampshire auf die eigene Kappe. Bild: AP

Sämtliche Kandidaten blicken nach den Vorwahlen in New Hampshire auf die nächsten Termine in South Carolina und Nevada und versuchen, ihre Anhänger anzuheizen. Selbstkritik leistet nur einer.

          Seinen Sieg bei der Vorwahl im Bundesstaat New Hampshire will der demokratische Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders als ein Zeichen für soziale Gerechtigkeit verstanden wissen. „Wir müssen den Milliardären erklären, dass sie nicht alles haben können“, sagte Sanders nach seinem Wahlsieg in New Hampshire. Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter schrieb er, dass mit diesem Ergebnis „die politische Revolution“ weiter vorangetrieben werde. Der 74 Jahre alte Sanders, der sich selbst als „demokratischer Sozialist“ bezeichnet, hat die zunächst hoch favorisierte Hillary Clinton deutlich mit rund 20 Prozentpunkten Vorsprung geschlagen. Zuvor hatte er bei den Vorwahlen im Bundesstaat Iowa fast ein Patt gegen Clinton erzielt.

          Clinton hat sich trotz ihrer Niederlage zuversichtlich für den weiteren Verlauf des Wahlkampfes gezeigt. „Wir werden jetzt für jede Stimme in jedem Staat kämpfen“, sagte die ehemalige First Lady, die unter Präsident Barack Obama auch Außenministerin des Landes war. „Ich werde härter als jeder andere dafür arbeiten, tatsächlichen Wandel herbeizuführen und Euer Leben besser zu machen“, rief Clinton ihren Anhängern zu.

          Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Marco Rubio hat sich von seinem Abschneiden bei der Vorwahl in New Hampshire unterdessen enttäuscht gezeigt. „Ich bin nicht von Euch enttäuscht, sondern von mir selbst“, rief Rubio seinen Anhängern zu. Er führte seine Niederlage auf einen verunglückten Auftritt bei einer Fernsehdebatte mit seinen republikanischen Mitbewerbern zurück. „Das wird mir nicht noch einmal passieren“, sagte er. Rubio erhielt nach Auszählung von zwei Dritteln der Stimmbezirke etwa zehn bis elf Prozent der Stimmen und landete nur auf Platz fünf bei den Republikanern.

          Der Gewinner bei den Republikanern, Donald Trump, zeigte sich hingegen in großartiger Laune. „Menschen von New Hampshire, vergesst das niemals: Mit Euch hat es angefangen!“, rief der Immobilienmogul seinen Anhängern zu. Auch über Twitter dankte er seinen Wählern .

          Der streng konservative Ted Cruz, der vor einer Woche die Vorwahlen in Iowa bei den Republikanern gewonnen hatte, versuchte nach seinem schlechteren Abschneiden in dem Bundesstaat im Nordosten der Vereinigten Staaten seine Anhänger auf die nächsten Vorwahlen einzustimmen und hetzte wieder gegen das „System Washington“. „Danke New Hampshire für das heutige Resultat, welches das Washingtoner Kartell vor Angst schlottern lässt“, schrieb er auf Twitter.

          Sämtliche Kandidaten betonten, dass noch nichts entscheiden sei und sie sich jetzt auf die nächsten Termine in South Carolina bei den Republikanern und Nevada bei den Demokraten vorbereiten werden.

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