https://www.faz.net/-gpf-ayp

Querelen um „Quadriga“ : Putin soll trotz Kritik Preis erhalten

  • Aktualisiert am

Wladimir Putin: „Verdienste für die Stabilität der deutsch-russischen Beziehungen” Bild: dpa

Trotz Kritik soll der russische Ministerpräsident Putin den deutschen Einheitspreis „Quadriga“ erhalten. Der Grünen-Vorsitzende Özdemir hat als Konsequenz seinen Rückzug aus dem Kuratorium bekannt gegeben.

          1 Min.

          Trotz Kritik soll der russische Ministerpräsident Putin den deutschen Einheitspreis „Quadriga“ erhalten. Er werde wegen seiner „Verdienste für die Verlässlichkeit und Stabilität der deutsch-russischen Beziehungen ausgezeichnet“, hieß es in einer Stellungnahme des Kuratoriums des Netzwerks Quadriga am Dienstag.

          Das Gremium verweist darauf, „dass die Akzeptanz und das Aushalten von Differenzen zum Wesen und zum Mechanismus der Politik - und das gilt insbesondere für ihren zwischenstaatlichen Kontext - gehören“.

          Özdemir zieht sich zurück

          Zuvor hatte der Grünen-Vorsitzende Özdemir seinen Rückzug aus dem Kuratorium bekannt gegeben, weil es unterschiedliche Einschätzungen über die Verdienste Putins für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit gebe. Weitere Mitglieder des Gremiums sind Bundesverkehrsminister Ramsauer (CSU) und der frühere Außen-Staatssekretär Born.

          Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Löning, kritisierte die Preisvergabe; Putin habe in Russland „die Demokratie zurückgebaut“, sagte er dem Internetdienst „Spiegel Online“.

          Die menschenrechtspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Erika Steinbach (CDU), sagte, der Wert des Preises könne nur gerettet werden, wenn die Entscheidung revidiert werde.

          Weitere Themen

          Eine neue Welle der Gewalt?

          Nahost-Konflikt : Eine neue Welle der Gewalt?

          Nach der schwersten Eskalation des Nahost-Konflikts seit längerem ist bei den Menschen im Gazastreifen und in Israel die Angst zurückgekehrt.

          „Hier hat sich eine Menge getan“ Video-Seite öffnen

          500 Jahre Havanna : „Hier hat sich eine Menge getan“

          Der spanische König Felipe besucht aus diesem Anlass erstmals Kuba. Trotz verschärfter US-Sanktionen gegen Kuba zählen spanische Firmen zu den wichtigsten ausländischen Investoren hier in Kuba, das bis 1898 spanische Kolonie war.

          Topmeldungen

          Nahost-Konflikt : Eine neue Welle der Gewalt?

          Nach der schwersten Eskalation des Nahost-Konflikts seit längerem ist bei den Menschen im Gazastreifen und in Israel die Angst zurückgekehrt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.