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Putsch : Militär hebt Ausgangssperre in Thailands Badeorten auf

  • Aktualisiert am

Soldaten in Bangkok: hier gilt die Ausgangssperre nach Mitternacht noch Bild: dpa

Zumindest in Phuket und Pattaya dürfen dürfen die Menschen auch nach Mitternacht wieder auf die Straße. Auch die Fernsehsender gibt das thailändische Militär wieder frei - teilweise.

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          Anderthalb Wochen nach dem Putsch in Thailand hat die Armee die nächtliche Ausgangssperre in den größten Touristenhochburgen des Landes aufgehoben. In Pattaya, auf Koh Samui und in Phuket gelten künftig keine Beschränkungen mehr, wie ein Militärsprecher am Dienstag mitteilte. Ziel sei die Schaffung eines „für den Tourismus förderlichen Klimas". Im Rest des Landes bleibt die
          nächtliche Ausgangssperre bestehen.

          Die nach dem Militärputsch verhängte Ausgangssperre galt zuletzt zwischen Mitternacht und vier Uhr morgens. Die thailändische Armee hatte nach monatelangen politischen Unruhen am 22. Mai die Macht im Land übernommen. Die bereits zuvor von der Justiz abgesetzte Regierungschefin Yingluck Shinawatra und andere führende Politiker wurden festgenommen. Inzwischen wurden Yingluck und Oppositionsführer Suthep Thaugsuban wieder freigelassen.

          Auch im Fernsehen wurden gesperrte Sender wieder freigegeben: Trickfilme sowie die Nachrichtenkanäle BBC und CNN sind in Thailand wieder zugelassen. Nach ihrem Putsch am 22.
          Mai hatte die Armee einen Tag lang die gesamte Fernsehübertragung
          gesperrt und auf allen Kanälen nur ein mit Militärmusik unterlegtes
          Armeelogo ausgestrahlt. Wenig später konnten die ersten
          thailändischen und einige Kabel-Sender unter dem Vorbehalt der
          Selbstzensur wieder senden. Von den 600 gesperrten Satellitenkanälen
          ließ die Nationale Rundfunkkommission am Dienstag 40 wieder zu.





          Auf Geheiß der Armee trage man mit der Sendung der Trickfilme und
          Unterhaltungsshows zur öffentlichen Zufriedenheit bei, sagte Supinya
          Klangnarong von der Kommission. „Unser eigenes Ziel ist, zum normalen
          Rundfunkbetrieb zurückzukehren, damit die TV-Industrie wieder Umsätze
          machen kann.“ Auch die internationalen Nachrichtensender BBC und
          CNN waren erstmals wieder im Kabelfernsehen empfangbar. Die Kanäle
          seien harmlos, sagte Supinya, „man hätte sie gar nicht abschalten
          dürfen.“






          15 Satellitensendern, die eine Unterstützerhaltung für eines der
          politischen Lager in Thailand eingenommen hatten, ist die
          Ausstrahlung weiterhin verboten. Dies werde auch so bleiben, bis eine
          „Übereinkunft erreicht sei“, sagte ein Sprecher des Militärrats.


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