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Prozessbeginn in Frankreich : Frist für Fillon

Der frühere Präsidentschaftskandidat François Fillon und seine Ehefrau Penelope, mit ihren Anwälten. Bild: EPA

Durch einen Streik der Rechtsanwälte musste der Prozessbeginn gegen François Fillon vertagt werden. Im Raum steht die Veruntreuung öffentlicher Gelder.

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          Ein Streik der französischen Rechtsanwälte hat am Montag dazu geführt, dass der Prozessbeginn gegen den früheren Präsidentschaftskandidaten François Fillon vertagt werden musste. Fillon und seine Ehefrau Penelope sowie Fillons parlamentarischer Nachrücker Marc Joulaud waren am Nachmittag im Gerichtssaal in Paris erschienen. Doch aus Solidarität mit den streikenden Anwälten, die ihre Altersversorgung durch die Rentenreformpläne der Regierung bedroht sehen, wurde der Prozessbeginn auf Mittwoch verschoben. Drei Wochen vor den landesweiten Kommunalwahlen mit guten Aussichten für die Kandidaten der Les Républicains muss sich der gescheiterte Präsidentschaftskandidat wegen des Vorwurfs der Veruntreuung öffentlicher Gelder verantworten. Die Nationalversammlung fordert von ihm und seinem Nachrücker Joulaud mehr als eine Million Euro widerrechtlich bezogener Mittel zurück. Penelope Fillon soll als parlamentarische Assistentin ihres Mannes und Joulauds diese Bezüge kassiert haben, ohne die erwartete Arbeitsleistung erbracht zu haben. Das „Penelopegate“ hatte Fillons Chancen auf eine Wahl zum Präsidenten im Frühjahr 2017 zunichte gemacht. Der frühere Premierminister hat sich aus der Politik zurückgezogen und arbeitet für einen Investmentfonds. Den Fillons sowie Joulaud, der bei den Kommunalwahlen antritt, drohen maximale Haftstrafen von zehn Jahren. Die Verhandlung soll am 11. März zu Ende gehen.

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