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Anti-EZB-Proteste : Blockupy und die Blindwutbürger

An diesem Mittwoch wollen „friedliche“ Demonstranten die EZB mit Gewalt stürmen. Andere tun das schon seit Wochen mit Worten. Alle aber im Namen der „wahren“ Demokratie.

          Die „Gewaltlosigkeit“ der Ideologen von Blockupy, Attac und „interventionistischen Linken“ hat Frankfurt schon öfters zu spüren bekommen. Es ging dann so brutal zu wie in den Schlachten der siebziger und achtziger Jahre.

          Die Polizei ist also gut beraten, sich auf das Schlimmste vorzubereiten, wenn sich „friedliche“ Demonstranten gegen die EZB-Eröffnung ankündigen. Das hindert die Veranstalter der Proteste nicht, schon die Vorbereitungen dafür verantwortlich zu machen, dass die Lage an diesem Mittwoch „eskaliert“. Will sagen: Gewalt ist nicht unsere Schuld.

          Für wie dumm aber halten solche Blockupy-Aktivisten die Frankfurter? Die leben im Ausnahmezustand, weil aus ganz Europa blindwütige Kapuzenträger herangekarrt werden, die ihren Protest nicht anders als durch Propaganda und antidemokratische Hetze (natürlich unter dem Banner der „wahren“ Demokratie) zum Ausdruck bringen können.

          Das Schlimme aber ist, dass sich die Extreme wieder einmal vervielfältigen. Denn in diesem ideologischen Affentheater drehen seit Wochen so manche Eurogegner und Blindwutbürger als Komparsen ihr Pfauenrad. Auch sie natürlich im Namen der „wahren“ Demokratie.

          Jasper von Altenbockum

          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

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