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Widerstand in Belarus : Protest der Herzen

Die belarussische Oppositionelle Marija Kolesnikowa vor Gericht in Minsk Bild: via REUTERS

Elf Jahre muss die belarussische Oppositionelle Marija Kolesnikowa in Haft. Doch ihr Kampf geht weiter. Auch außerhalb des Gefängnisses.

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          Marija Kolesnikowa könnte jetzt in Stuttgart sein, Konzerte geben und organisieren, wie es die belarussische Musikerin und Kulturmanagerin lange getan hat. Das Regime von Machthaber Alexandr Lukaschenko wollte seine wichtigste im Land verbliebene Gegnerin vor einem Jahr über die Ukraine nach Deutschland schaffen. Aber Kolesnikowa zerriss an der Grenze ihren Pass und sitzt seitdem in ihrer Heimat im Gefängnis.

          Ein Gericht in der Hauptstadt Minsk hat sie gerade zu elf Jahren Haft verurteilt, wegen Verschwörung und dergleichen mehr. Der Freund an Kolesnikowas Seite im Angeklagtenkäfig, der Rechtsanwalt Maxim Snak, soll zehn Jahre in verschärfte Haft. Auch er hätte ausreisen können, auch er blieb. Das Regime fürchtet Kolesnikowa und Snak so sehr, dass es den Prozess geheim hielt und den Saal vor der angeblich öffentlichen Urteilsverkündung mit Statisten füllte.

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