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Präsidentenwahl in Frankreich : Sarkozy in Umfrage vorne - Le Pen kann antreten

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Marine Le Pen Bild: AFP

Marine Le Pen kann zur französischen Präsidentenwahl antreten. Sie habe die nötigen 500 Unterschriften gewählter Volksvertreter beisammen, sagte die Vorsitzende des rechtsextremen Front National.

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          Der um seine Wiederwahl kämpfende französische Präsident Nicolas Sarkozy liegt in einer Umfrage erstmals vor seinem sozialistischen Herausforderer François Hollande. Nach der am Dienstag veröffentlichten Befragung des renommierten Ifop-Instituts könnte der konservative Staatschef im ersten Wahlgang mit 28,5 Prozent der Stimmen rechnen (plus 1,5 Prozentpunkte).

          Hollande käme nur auf 27 Prozent (-1,5), hätte im entscheidenden zweiten Wahlgang mit 54,5 Prozent (-2) allerdings weiter die Nase vorne. Sarkozy, der am Vorabend im TV-Sender TF 1 eine an die Nationalität gebundene Steuer ins Gespräch gebracht hatte, käme in der Stichwahl nur auf 45,5 Prozent - müsste sich also Hollande geschlagen geben.

          Die rechtsextreme französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen folgt als Dritte mit 16 Prozent (-1). Die 43 Jahre alte Tochter des Front-National-Gründers Jean-Marie Le Pen hat nach eigenen Angaben die nötigen 500 Unterstützer-Unterschriften von Mandatsträgern wie Bürgermeistern oder Parlamentsabgeordneten für eine Teilnahme an der Wahl beisammen. Am Freitag läuft die Frist zur Einreichung der Unterschriften ab. Hätte Le Pen nicht antreten dürfen, wäre ein Großteil ihrer Stimmen wahrscheinlich dem amtierenden Präsidenten Nicolas Sarkozy zugutegekommen.

          Die französischen Präsidentenwahlen beginnen am 22. April mit dem ersten Wahlgang. Die Stichwahl ist für den 6. Mai vorgesehen.

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