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Polizeieinsatz in Frankfurt : Blockupisten wollen etwas anderes

Blockupy-Demonstration in Frankfurt am Main Bild: dpa

Zwar war wieder der „schwarze Block“ unterwegs und haben ein paar „Übereifrige“ den Polizisten in Frankfurt nach dem Leben getrachtet, aber sonst war doch alles friedlich!

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          Die Polizei sieht nach Demonstrationen wie der Frankfurter „Blockupy“-Aktion immer „unverhältnismäßig“ aus. Mal tut sie zu wenig, und die Opfer der Versammlungsfreiheit dürfen sich am nächsten Morgen anhören, dass der Schaden, den sie zu beklagen haben, ein guter sei; schließlich sei er das Ergebnis von „Deeskalation“.

          Mal tut sie zu viel, und die Opfer des Polizeieinsatzes werden als Zeugen dafür vorgeführt, wie das „kapitalistische System“ seine ganze Brutalität gezeigt habe - „von langer Hand geplant“. Zwar war wieder der „schwarze Block“ unterwegs und haben ein paar „Übereifrige“ den Polizisten nach dem Leben getrachtet, aber sonst war doch alles friedlich!

          Zu den Rätseln, die auf den Straßen der Frankfurter Innenstadt zurückbleiben, gehören nicht nur die Vermummungsutensilien „autonomer“ Fanatiker (wozu brauchen sie die?), sondern auch das Gedankengut von „Blockupy“. Soll die Polizei einfach zusehen, wie die Europäische Zentralbank blockiert wird? Was wollen die Demonstranten im Frankfurter Flughafen? Warum ist die Notenbank Ziel des Protests? Versucht sie nicht gerade die Scherben wieder zusammenzusetzen, die „Kapitalisten“ (nicht aber doch auch „Sozialisten“?) hinterlassen haben?

          Das sind, zugegeben, Fragen, die sich schützend vor eine den Blockupisten verhasste „real existierende Demokratie“ stellen. Die wollen etwas anderes.

          Jasper von Altenbockum

          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

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