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Grenzlexikon : Transit, Intershop, Schießbefehl

Dem Vergessen entgegenwirken. Das Thüringer Bürgerkomitee hat in einem Band die wichtigsten Begriffe zusammengefasst und erklärt, die einst den Alltag in Ostdeutschland prägten.

Boris Johnson und die EU : Trotz allem – Partner

In Brüssel hat man Boris Johnson in unangenehmer Erinnerung behalten. Dennoch sollten die „Europäer“ ihm, wo immer möglich, die Hand reichen – nur zu einem nicht.

Johnson neuer Tory-Chef : Kein Anlass für Optimismus

Die Konservativen haben Boris Johnson zum Tory-Vorsitzenden und damit zum nächsten Premier gekürt. Der hat die Emotionen seiner Parteimitglieder perfekt bedient. Die Zukunft des Landes hat bei der Entscheidung eine untergeordnete Rolle gespielt.

Sieg von Selenskyjs Partei : Chance in Kiew

Dass nun Leute ohne parlamentarische Erfahrung einen legislativen Umbau des Staates bewerkstelligen sollen, ist ein Risiko. Allerdings muss der Verlust ihrer Vorgänger nicht unbedingt ein Schaden sein.

Wahl in der Ukraine : Novizen in Kiew

In der Ukraine hat die Mehrheit ihre Hoffnungen auf einen Fernsehkomiker gesetzt, der sich im Parlament auf lauter politische Novizen stützt. Das ist ein Experiment mit hohem Einsatz.

Brexit-Geschacher : Londoner Helden

Am Dienstag wird Boris Johnson wahrscheinlich neuer Premierminister. Die Ankündigungen zweier Minister, in diesem Fall zurückzutreten, ist kein Heldentum. Etwas anderes wäre wichtiger gewesen.

Konflikt mit Iran : Der Schlüssel liegt in Washington

Trump hatte recht, als er die destabilisierende Rolle Irans zum Thema machte. Aber er hat die Sache falsch angepackt. Er wird sich ungern korrigieren – und das offene Kräftemessen am Golf könnte weitergehen.

Das Problem der Abwanderung : Südosteuropa blutet aus

In den Ländern Südosteuropas tickt eine demographische Zeitbombe: Die Geburtenrate ist mit wenigen Ausnahmen nicht höher oder sogar noch niedriger als in Deutschland – zugleich wandern junge Menschen in Scharen nach Nordwesteuropa ab.

Nach rassistischen Tweets : Trumps Hetze rächt sich

Zynisch betrachtet hat Trump den zerstrittenen Demokraten mit seinen rassistischen Äußerungen zu vier dunkelhäutigen Abgeordneten einen Gefallen getan. Ihr Richtungsstreit rückte so in den Hintergrund – doch gelöst ist er nicht.

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  • Europäisches Parlament in Straßburg

    EU-Parlament : Im Dickicht der Ebenen

    Mehr als nur ein Debattenforum wie in den 1970er und 1980er Jahren hat sich das Europäische Parlament neben der Kommission und dem Rat fest im EU-Institutionsgefüge etabliert - und zwar als entscheidender Mitgestalter. Es repräsentiert einen supranationalen Parlamentarismus.
  • Khaldiyeh, Syrien am 11. August 2011

    Militärische Kampfhandlungen : Die Kollateral-Opfer

    Die relativ „hohe Gewalttoleranz“ im Humanitären Völkerrecht und auch im Völkerstrafrecht löst allerdings nicht die moralische Problematik der massiven Zufügung von Leid bei der Kriegführung an Unbeteiligten.
  • Charles de Gaulle am 16. Juli 1965 am Mont-Blanc Tunnel

    Charles de Gaulle : Der General als Monarch

    Nach der alliierten Landung in der Normandie übernahm Charles de Gaulle Ende August 1944 trotz amerikanischer Vorbehalte die Regierungsgeschäfte in Paris. Gegen Kriegsende 1945 gelang es ihm, sein Land in den Kreis der Siegermächte einzureihen.
  • Botschafter Saffet Arikan (Links) in Tempelhof im August 1942

    Mustafa Kemal Atatürk : Hitlers leuchtender Stern

    Die deutsche Rechte war nach dem Abschluss des Versailler Vertrags, der die deutsche Schuld am Ersten Weltkrieg festgeschrieben hatte, von einem wahren Türkenfieber erfasst. Der türkische Befreiungskampf diente der noch winzigen Nazipartei in ihrer Gründungsphase als Leitbild.
  • Undatierte Aufnahme aus dem Warschauer Ghetto

    Judenräte in den Ghettos : Anpassung und Unterwerfung

    Die auf Anordnung der deutschen Besatzungsmacht eingesetzten Judenräte und Ordnungsdienste hatten den Auftrag, in den Ghettos die antijüdischen Maßnahmen zu verkünden und zu vollziehen.
  • Das Foto zeigt einen Judenstern

    Judenverfolgung : Wer zahlt Miete für Deportierte?

    In einer der spektakulärsten Rettungsaktionen im Holocaust riskierten zahlreiche Dänen Leib und Leben, um nahezu alle Angehörigen der jüdischen Minderheit vor dem Zugriff der deutschen Besatzungsmacht zu retten und für ihre heimliche Überfahrt nach Schweden mit Booten aller Art zu sorgen.
  • Arthur Seyß-Inquart (links) 1938 in der Steiermark

    Arthur Seyß-Inquart : Profilierungssucht im Rassenwahn

    Aus Österreich stammend, zählte Arthur Seyß-Inquart zu den wenigen führenden Köpfen deutscher Kriegsherrschaft in Europa, die weder auf eine NS-Karriere im engsten Parteimilieu, noch auf eine Verwurzelung im SS-Machtapparat, noch auf unmittelbare Hitler-Nähe verweisen konnten.
  • Die österreichische Flagge am 8. Oktober 2014 in Tirol vor dem Alpenpanorama

    Österreich 1914 bis 1918 : Großes Durchhaltevermögen

    Lothar Höbelt erzählt seine Geschichte der Wiener Innenpolitik im Ersten Weltkrieg bewusst nicht vom Ende her, sondern rückt stattdessen in chronologischer Ordnung entscheidende Stufen und Wendungen der beiden Reichshälften Österreich und Ungarn in den Vordergrund.
  • Titelblatt des Vereinskalenders 1909

    Deutscher Flottenverein : Das lässt doch einen Seemann nicht erzittern...

    Der Wunsch nach einer starken Flotte fand in der Gründung des Deutschen Flottenvereins (DFV) seinen nachhaltigen Ausdruck. Dieser wurde 1898 gegründet und entwickelte sich bis 1914 zur mitgliederstärksten und bedeutendsten gesellschaftlichen Interessengruppe im Kaiserreich.
  • Insel Guernsey, MP4-Turm, auch L’Angle Tower genannt. Zwangsarbeiter bauten ihn ab 1940 für die deutschen Besatzer.
Images courtesy of Visit Guernsey

    Kanalinseln : Feind im Bett

    An Einzelschicksalen entlang schildert John Nettles packend den Alltag von Besatzern und Besetzten, von Verfolgern und Verfolgten auf den britischen Kanalinseln. Viele Wehrmachtsoffiziere hätten sich als „angenehme Feinde“ präsentiert.
  • Zum 135. Geburtstag Stalins: Auf dem Roten Platz in Moskau

    Josef Stalin : Furcht als Herrschaftsinstrument

    Stalin ist - und wird es wohl immer bleiben - die Verkörperung einer Kombination aus dem Unerklärlichen mit einer großen Prise Horror. Dieses Sujet hat etwas Unwiderstehliches. Und so liest sich die Biographie von Oleg Chlewnjuk auch meistens spannend.
  • Leonid Breschnew, Fidel Castro und Nikita Chruschtschow Anfang Mai 1963.

    Nikita Chruschtschow : Mehr als einen Koffer in Berlin

    Mit dem Berlin-Ultimatum setzte Nikita Chruschtschow den Hebel an die schwächste Stelle der westlichen Deutschland-Politik an: Der Kreml-Chef wollte die alliierten Besatzungsrechte liquidieren, den Westteil Berlins zur „Freien Stadt“ erklären, vom Westen isolieren und langfristig der DDR einverleiben.
  • Herbert von Bismarck

    Herbert Graf von Bismarck : Vater, Sohn, Wilhelmstraße

    Als Bismarck junior einmal im Vorzimmer seines Vaters vier „mit Akten beladene“ Vortragende Räte antraf, meinte er zu Bismarck senior, dass nach 1871 zum Reichskanzler „in der Regel nur der Staatssekretär zum Vortrag kam“. Darauf seufzte dieser, dass Paul von Hatzfeldt viele Themen langweilen würden.
  • Die deutsche Delegation in Versailles im Mai 1919

    Pariser Friedenskonferenz 1919 : Für eine bessere Ordnung in Europa

    Den Staatsmännern war in Paris schmerzlich bewusst, dass der Kongress sehr viel länger dauerte als erhofft. Aber wie die in Oxford lehrende Margaret MacMillan - übrigens eine Urenkelin von David Lloyd George - sehr schön herausschält, arbeiteten sie mit höchster Intensität.
  • Weiße Liste Bayern. Abb. aus dem bespr. Band

    Amerikas Besatzungspolitik : Weiße Schafe als Schäferhunde?

    Im alliierten Hauptquartier legte die „Abteilung für psychologische Kriegführung“ zum 5. Dezember 1944 eine „Weiße Liste“ vor, auf der Personen in Deutschland verzeichnet waren, von denen man annahm, „dass sie Anti-Nazi oder nicht-nazistisch“ seien.
  • Der Historiker Hans-Ulrich Wehler (links) und der Publizist Klaus Harpprecht im Gespräch am 15.10.2008 im Hörsaal I der Universität in Frankfurt.

    Hans-Ulrich Wehler : Ein Bielefelder Großkaliber

    Der Berliner Historiker Paul Nolte hat seinen Nachruf auf den 1931 geborenen und 2014 verstorbenen Hans-Ulrich Wehler zu einem aufschlussreichen Buch erweitert, das nur eine „Annäherung“ an den „Innovator und Avantgardisten früherer Zeiten“ sein soll.
  • Bundesamt für Verfassungsschutz in Köln fotografiert am 26. März 2013

    Bundesamt f. Verfassungsschutz : Vieles bleibt im gnädigen Dunkel

    Tatsache ist, dass in der Gründungsphase des Bundesamtes für Verfassungsschutz mehr als 40 Prozent der festangestellten Mitarbeiter aus der Abwehr und von der Organisation Gehlen kamen, die als politisch unbelastet galten. Das könnte auch den geringen Anteil an NSDAP-Mitgliedern erklären.