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Ronald Reagan : Er war sauer auf die Mauer

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Ein Stück Berliner Mauer Bild: AFP

Ausgerechnet Präsident Ronald Reagan prägte am 12. Juni 1987 vor dem Brandenburger Tor jene (oft zitierten) Worte: „Herr Gorbatschow, öffnen Sie dieses Tor! Herr Gorbatschow, reißen Sie diese Mauer nieder!“ Und: „Die Mauer wird der Freiheit nicht standhalten.“

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          Der 40. Präsident der Vereinigten Staaten war in den achtziger Jahren das Feindbild der Friedensbewegung in Ost und West: ein zweitklassiger Cowboy-Darsteller im Weißen Haus. Ausgerechnet dieser Ronald Reagan prägte am 12. Juni 1987 vor dem Brandenburger Tor jene (oft zitierten) Worte: „Herr Gorbatschow, öffnen Sie dieses Tor! Herr Gorbatschow, reißen Sie diese Mauer nieder!“ Und: „Die Mauer wird der Freiheit nicht standhalten.“ Daran erinnert Jens Schöne in einem gut bebilderten Beitrag, der auch Reaktionen der Staatssicherheit einbezieht.

          Mielkes Mannen waren damals alarmiert. Zum 750. Stadtjubiläum Berlins hatten im Westteil Rockkonzerte vor dem Reichstagsgebäude stattgefunden. Jugendliche Fans auf der östlichen Seite der Mauer hatten bei Auseinandersetzungen mit der Staatssicherheit laut gerufen: „Die Mauer muss weg“, „Mauer nieder“. Was Reagan „am 12. Juni mit großer Geste fordern würde, nahmen die drangsalierten Musikliebhaber zwischen dem 6. und 8. Juni bereits vorweg“, schreibt Schöne. Bei der Reagan-Ansprache sorgten dann „vorbeugende Maßnahmen“ dafür, dass Sympathiekundgebungen im Ostteil unterblieben.

          Insgesamt viermal war Reagan in Berlin. Am 1. Dezember 1978 erkundete er eine Stunde per Auto den Ostteil, was sein „antikommunistisches Engagement bestärkt“ habe. Im September 1990 konnte der Expräsident durch das Brandenburger Tor gehen - was er sich drei Jahre zuvor selbst nicht hatte vorstellen können.

          Jens Schöne: Ronald Reagan in Berlin. Der Präsident, die Staatssicherheit und die geteilte Stadt. be.bra Wissenschaftsverlag, Berlin 2016. 56 S., 5,- €.

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