Gabriele Krone-Schmalz : Wladimir im Glück?
Sie wolle der „Dämonisierung Russlands etwas Substantielles entgegensetzen“, schreibt Gabriele Krone-Schmalz am Anfang ihres Buches „Russland verstehen“. In Deutschland werde die Wahrnehmung Russlands von einem tiefsitzenden „Feindbild“ geprägt, das nur Ende der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts aufgrund von Perestrojka, Glasnost und deutscher Wiedervereinigung „für einen Wimpernschlag der Geschichte überwunden zu sein schien“. Um dem entgegenzuwirken, gehe es ihr darum, „ein paar Dinge sauber auseinanderzuhalten, Ursache und Wirkung nicht zu verwechseln und darauf zu achten, nicht mit zweierlei Maß zu messen“. Was Krone-Schmalz tut, ist das Gegenteil davon: Sie bringt Dinge durcheinander, verschleiert Zusammenhänge und pflegt selbst die „selektive Wahrnehmung“ der Wirklichkeit, die sie der westlichen Politik und den deutschen Medien vorwirft.

