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Bismarck-Anekdoten : Sprach der Fürst zum Bauern ...

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Eine Gedenktafel erinnert an den ersten Reichskanzler Otto von Bismarck Bild: dpa

Entlarvend ist der in Anekdotensammlungen überlieferte Rat Bismarcks für den Vater zweier Söhne, der „den Dummen Landwirt und den Klugen Geheimrat werden“ ließ. Weiter käme man doch „mit einem dummen Geheimrat, der einfach nach seinen Instruktionen arbeitet“.

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          Zwei Büchlein beleuchten die Schlagfertigkeit des Reichsgründers. Das eine geben die Historiker Ulrich Lappenküper und Ulf Morgenstern heraus, mit Original-Zitaten und dem Hinweis, dass nicht alle Tatsachen, die Bismarck-Anekdoten berichten, verbürgt seien. Das andere verantwortet der Lektor Bernhard Thieme, der Nacherzählungen liefert. Bei der Lektüre findet sich die Empfehlung, dass nach einer Flasche Champagner und ein paar Dutzend Austern „die Weltlage in einem weit rosigeren Lichte erscheinen“ werde. Entlarvend ist der Rat für den Vater zweier Söhne, der „den Dummen Landwirt und den Klugen Geheimrat werden“ ließ. Weiter käme man doch „mit einem dummen Geheimrat, der einfach nach seinen Instruktionen arbeitet“. Als Reaktion auf das Attentat in Bad Kissingen, als ihn ein Schuss leicht am Knöchel der rechten Hand verletzte, meinte Bismarck: „Die Sache ist zwar nicht kurgemäß, aber das Geschäft bringt es so mit sich.“ Auf den Punkt brachte der Fürst auch das Geltungsbedürfnis Wilhelms II.: „Der Kaiser will jeden Tag Geburtstag haben.“ Leicht verstaubt wirken beide Sammlungen!

          Ulrich Lappenküper/Ulf Morgenstern (Herausgeber): Dem Otto sein Leben von Bismarck. Die besten Anekdoten über den Eisernen Kanzler. Verlag C. H. Beck, München 2015. 128 S., 9,95 €.

          Bernhard Thieme (Herausgeber): Bismarck-Anekdoten. Ich bin es müde, Schweine zu treiben. Eulenspiegel Verlag, Berlin 2015. 128 S., 9,99 €.

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