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Nach Tadel durch Schröder : Pistorius kritisiert Umgang mit Schulz und Gabriel

  • Aktualisiert am

Boris Pistorius kritisiert seine eigene Partei für den Umgang mit verdienten Politikern. Bild: dpa

Das SPD-Vorstandsmitglied sagt, keiner verstehe es, wenn Politiker hochgejubelt und dann „quasi über Nacht“ fallen gelassen würden. Die Partei müsse an „politischen Schwergewichten auch einmal festhalten“.

          SPD-Vorstandsmitglied Boris Pistorius hat die Parteiführung für ihren Umgang mit den früheren Bundesvorsitzenden Sigmar Gabriel und Martin Schulz kritisiert. „Ich glaube, es befremdet die Menschen, wenn die SPD ihr Spitzenpersonal immer wieder hochjubelt und es dann quasi über Nacht fallen lässt“, sagte der niedersächsische Innenminister der „Welt“ auf die Frage, ob der Umgang der neuen Führung um Andrea Nahles und Olaf Scholz mit den beiden falsch gewesen sei. „Das gehört sich einfach nicht.“

          Mit Blick auf Gabriel und Schulz sagte Pistorius: „Ich finde, wir sollten an derartigen politischen Schwergewichten auch einmal festhalten.“ Er gestand ein, dass Nahles und Scholz sich zumindest nicht den einfachsten Zeitpunkt ausgesucht hätten, um die SPD zu führen und zu erneuern. Das sei derzeit eine „undankbare und schwierige Aufgabe“.

          Nahles war zuvor vom früheren Parteichef Gerhard Schröder scharf kritisiert worden. Der Altkanzler sprach der Parteivorsitzenden im „Spiegel“ indirekt die Eignung für die Kanzlerkandidatur ab und plädierte dafür, angesichts der schweren Krise der SPD wieder stärker auf den früheren Außenminister und Parteichef Gabriel zu setzen. Gabriel und Schröder stammen wie Pistorius aus Niedersachsen.

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