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Pisa-Studie : „Deutschland zeigt eine einmalige Entwicklung“

  • Aktualisiert am

Die Ergebnisse der Pisa-Studie werden rege kommentiert Bild: dpa

Deutsche Schüler haben sich bei der internationalen Pisa-Vergleichsstudie in allen Kompetenzbereichen erheblich verbessert. Die Testergebnisse der 15 Jahre alten Schüler sind im Vergleich zu anderen Industrienationen überdurchschnittlich.

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          Deutsche Schüler haben sich bei der internationalen Pisa-Vergleichsstudie 2012 in allen Kompetenzbereichen erheblich verbessert. Sowohl im Schwerpunktbereich Mathematik als auch in Naturwissenschaften und im Lesen liegt Deutschland bei Pisa 2012, dem fünften Pisa-Durchlauf, deutlich über dem OECD-Durchschnitt. Die 15 Jahre alten Schüler, die getestet wurden, haben im Vergleich zum OECD-Durchschnitt einen Vorsprung von einem halben Schuljahr. Das teilten die OECD und das Zentrum für Internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB) am Dienstag in Berlin mit.

          Insgesamt hatten 510.000 Schüler in 65 Staaten und Regionen teilgenommen, aus Deutschland waren es 5000. An der ersten Pisa-Studie im Jahr 2000 hatten nur 40 Staaten und Regionen teilgenommen. Deutschland zeige eine einmalige Entwicklung, sagte die OECD-Bildungsdirektorin Barbara Ischinger in Berlin, weil es gelungen sei, die Leistungen in allen drei Testbereichen statistisch signifikant anzuheben und den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg abzuschwächen.

          Weniger „Risikoschüler“

          In der Tat hätten sich vor allem die schwächsten Schüler erheblich verbessert, sagte der federführende Leiter des ZIB, Manfred Prenzel, von der Technischen Universität in München. Die Gruppe der sogenannten Risikoschüler, die nicht über das Grundschulniveau im Rechnen hinausgelangen, ist von 22 Prozent (Pisa 2003) auf 18 Prozent gesunken.

          Ähnlich signifikant über dem Durchschnitt liegen in Europa die Schweiz, die Niederlande, Finnland und Estland. Das sei allerdings noch kein Grund, die weiteren Bemühungen einzustellen, sagte der amtierende Präsident der Kultusministerkonferenz, Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD). Der Anteil der Leistungsschwächsten müsse langfristig unter zehn Prozent liegen, der Anteil der Leistungsstärksten bei weit über 20 Prozent. Bund und Länder wollten im kommenden Jahr eine Initiative für besonders gute Schüler beginnen und die Bestenförderung verstetigen, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU). Als problematisch gilt der große Geschlechterunterschied in Mathematik. Die Mädchen erzielten etwa 14 Punkte weniger als die Jungen.

          Bedeutung sozialer Herkunft sinkt

          Deutschland zeige eine einmalige Entwicklung, sagte die OECD-Bildungsdirektorin Barbara Ischinger in Berlin, weil es gelungen sei, die Leistungen in allen drei Testbereichen statistisch signifikant anzuheben und den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg abzuschwächen. In der Tat hätten sich vor allem die schwächsten Schüler erheblich verbessert, sagte der federführende Leiter des ZIB, Manfred Prenzel, von der Technischen Universität in München. Die Gruppe der sogenannten Risikoschüler, die nicht über das Grundschulniveau im Rechnen hinausgelangen, ist von 22 Prozent (Pisa 2003) auf 18 Prozent gesunken. Ähnlich signifikant über dem Durchschnitt liegen in Europa die Schweiz, die Niederlande, Finnland und Estland.

          Das sei allerdings noch kein Grund, die weiteren Bemühungen einzustellen, sagte der amtierende Präsident der Kultusministerkonferenz, Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD). Der Anteil der Leistungsschwächsten müsse langfristig unter zehn Prozent liegen, der Anteil der Leistungsstärksten bei weit über 20 Prozent. Bund und Länder wollten im kommenden Jahr eine Initiative für besonders gute Schüler beginnen und die Bestenförderung verstetigen, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU). Als problematisch gilt der große Geschlechterunterschied in Mathematik. Die Mädchen erzielten etwa 14 Punkte weniger als die Jungen.

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