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Personalquerelen ohne Ende : AfD-Parteitag setzt Landesvorstand von Hessen ab

  • Aktualisiert am

Süßigkeitenschale auf einer AfD-Wahlparty Bild: dpa

Der hessische Landesverband der AfD ist ohne Vorstand. Ein Parteitag hat das amtierende Gremium abgewählt. Für eine Neuwahl fehlte indes die erforderliche Mehrheit.

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          Abermalige Personalquerelen haben den Parteitag des hessischen Landesverbandes der Alternative für Deutschland (AfD) in Gießen geprägt. Nach mehrstündiger Debatte beschlossen am Samstag die etwa 300 Delegierten die Absetzung des amtierenden Landesvorstandes. Dem Gremium wurden unter anderem eine mangelhafte Informationspolitik, manipulative Mitgliederrundschreiben und das Vorgehen bei der Entmachtung des Sprechers Peter Münch vorgeworfen. Er war erst im März vom Landesschiedsgericht des Amtes enthoben worden.

          Münch werden unter anderem falsche Angaben zu einer früheren Mitgliedschaft bei der rechtsorientierten Partei Republikaner zur Last gelegt. Das Verfahren gegen Münch habe der Parteisatzung entsprochen, betonte Konrad Adam, einer der drei Landessprecher, im Lauf der Debatte.

          Damit hat der Landesverband keinen Vorstand. Neuwahlen finden nicht statt, da ein entsprechender Antrag nicht die notwendige Dreiviertelmehrheit erreichte. Über die Neubesetzung des Gremiums soll zeitnah ein weiterer Parteitag entscheiden.

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