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Christliche Werte : Papst bezeichnet Kritiker als „Freunde des Teufels“

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Papst Franziskus beharrt auf der Liebe zur Kirche. Bild: AFP

Es sei gerade Mode, die Kirche mit Worten zu zerstören, moniert der Papst. Bei Hinweisen auf die Schwäche seiner Institution müsse auch immer die Liebe zu ihr zum Ausdruck kommen, fordert er.

          Papst Franziskus hat sich für konstruktive Kritik statt zerstörender Anklage in der Kirche ausgesprochen. Es gelte, dem Heiligen Pater Pio (1887-1968) zu folgen: „Er hat die Kirche so geliebt, wie sie war, und hat sie nicht mit Worten zerstört, so wie es jetzt Mode ist“, sagte das Kirchenoberhaupt am Mittwoch im Vatikan. Es sei richtig, auf Schwächen hinzuweisen, dabei müsse aber immer auch die Liebe zur Kirche zum Ausdruck kommen, so das Kirchenoberhaupt.

          „Lebt wie Christen und bezeugt, dass Liebe schöner ist als Hass, Freundschaft schöner als Feindschaft und die Brüderlichkeit zwischen uns allen schöner als Krieg“, so der Papst.

          Jeder müsse sich immer bewusst sein, dass er selbst auch Sünder sei und daher auch anderen vergeben. Schon die Bibel spreche vom Teufel als Ankläger. Wer sein Leben nur damit verbringe, anzuklagen, sei Freund und Familie des Teufels.

          Franziskus äußerte sich beim Treffen mit einer Gruppe aus dem italienischen Erzbistum Benevent, die er vor seiner Generalaudienz am Mittwoch im Petersdom empfing.

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