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Panama Papers : Die Spur führt nach Langley

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Die Lobby des CIA-Hauptquartiers in Langley, Virginia (Archivbild) Bild: AFP

Auch die CIA sollen über Mittelsmänner die Dienste der Kanzlei Mossack Fonseca gebucht haben. Das geht aus einem Bericht zu den Panama Papers hervor.

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          Die nächste Tranche der Panama Papers führt nach Amerika. Einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge sollen auch amerikanische Geheimdienstler „in erheblichem Umfang“ die Dienste der umstrittenen Kanzlei Mossack Fonseca in Panama genutzt haben.

          Es geht um typische Geheimdienstoperationen: um Vermittler und Zwischenhändler, um fingierte Firmen und Flugzeuge, die sich nicht dem amerikanischen Staat zuordnen lassen sollen. Mitten drin: Mittelsmänner aus dem Umfeld des amerikanischen Auslandsgeheimdienstes CIA. Um ihre geheimen Aktionen zusätzlich zu verschleiern, sollen amerikanische Agenten mittels Mossack Fonseca Briefkastenfirmen gegründet haben.

          Die CIA betreibt auf Weisung des amerikanischen Präsidenten durch verdeckte Operationen politische und militärische Einflussnahme im Ausland. Nun sollen die Panama Papers zu einer dieser Operationen führen, der sogenannten Iran-Contra-Affäre in den 1980er Jahren.

          Offiziell sind Amerika und Iran damals Erzfeinde. Washington hat zusätzlich scharfe Sanktionen gegenüber Teheran verhängt – und dennoch kommt es zu geheimen Geschäften zwischen den beiden Ländern: Iran braucht Waffen, im Gegenzug soll Teheran die Freilassung amerikanischer Geiseln in Libanon veranlassen.

          In den Panama Papers soll eine dieser geheimen Waffenlieferungen der CIA genannt werden und in diesem Zusammenhang das Wirken eines amerikanischen Geschäftsmanns. Denn mit einer seiner Maschinen sollen laut dem Bericht am 4. Juli 1986 über Jugoslawien im Auftrag der CIA Waffen nach Teheran geliefert worden sein. Allerdings bestreitet der Geschäftsmann, von der Operation gewusst zu haben.

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          Panama Papers : So tief ist der Panama-Sumpf

          Nicht nur die CIA wird genannt, in den Papieren sollen sich etliche weitere Namen aus der Welt der Spionage finden: weitere Verdächtige der Iran-Contra-Affäre, ein mutmaßlicher Helfer der CIA für Waffenlieferungen nach Afghanistan, ehemalige Verantwortliche der Geheimdienste Saudi-Arabiens, Kolumbiens und Ruandas. Auch der 1999 verstorbene saudische Scheich Kamal Adham soll dazugehören. Er galt in den 1970er Jahren als wichtigster Ansprechpartner der CIA in der Region.

          Der Süddeutschen Zeitung zufolge würden die Akten klar belegen, dass die Offshore-Konstrukte von Mossack Fonseca nicht nur mutmaßlichen Steuerhinterziehern geholfen haben, sondern auch Mitarbeitern jenes Berufszweiges, der per se einen hohen Bedarf an Verschleierung und Geheimhalten hat: Geheimdienste.

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