https://www.faz.net/-gpf-8avcs

Nach Angriff auf Schule : Pakistan richtet Taliban hin

  • Aktualisiert am

Ein ausgebrannter Raum der Schule, einen Tag nach dem Angriff der Taliban, der sich jetzt jährt. Bild: AFP

Vor einem knappen Jahr hatten pakistanische Taliban 150 Kinder erschossen. Jetzt wurden vier Beteiligte des blutigen Angriffs auf eine Schule hingerichtet.

          1 Min.

          Knapp ein Jahr nach dem Taliban-Angriff auf eine Schule in der nordwestpakistanischen Stadt Peshawar haben die

          Behörden erstmals Tatbeteiligte hingerichtet. Vier Verurteilte seien am Mittwochmorgen in einem Gefängnis in Kohat nahe Peshawar gehängt worden, hieß es aus Sicherheitskreisen. Ihre Gnadengesuche waren im vergangenen Monat erfolglos geblieben.

          Armeechef Raheel Sharif hatte die Todesurteile am vergangenen Montag unterzeichnet. Insgesamt haben Militärrichter sechs Extremisten zum Tod verurteilt, die die Angreifer bei dem Massaker an der Schule unterstützt haben sollen.

          Bei dem Angriff der pakistanischen Taliban auf die von der Armee betriebene Schule am 16. Dezember vergangenen Jahres waren mehr als 150 Menschen getötet worden, die meisten davon Kinder. Auch die sieben Angreifer kamen ums Leben. Als Reaktion auf das Massaker hatte die Regierung kurz darauf ein Moratorium auf die Todesstrafe aufgehoben. Bis Mitte vergangenen Monats richteten die Behörden trotz internationaler Proteste 311 Menschen hin. Die meisten waren wegen Mordes verurteilt, nicht wegen Terrorismus.

          Der Anschlag der Taliban hatte Pakistan aufgerüttelt und eine krasse Wende in der Sicherheitspolitik des Landes ausgelöst. Das Militär begann massive Offensiven gegen islamistische Extremisten.

          Weitere Themen

          Kein Wasser für die Krim

          Russlands Okkupation : Kein Wasser für die Krim

          Im Donbass wird fast täglich geschossen, um die Krim aber ist es ruhig. Welche Ziele Russland hier verfolgt, verrät ein Blick auf das Asowsche Meer. Eine Reise im Süden der Ukraine.

          Topmeldungen

          Am Ende der Welt: der Checkpoint Kalanchak zur Krim

          Russlands Okkupation : Kein Wasser für die Krim

          Im Donbass wird fast täglich geschossen, um die Krim aber ist es ruhig. Welche Ziele Russland hier verfolgt, verrät ein Blick auf das Asowsche Meer. Eine Reise im Süden der Ukraine.
          Windräder in Hessen

          CO2-Reduktion : Die Klimawahl

          Union und SPD verschärfen die Klimaziele. Aber um die eigentlichen Fragen drücken sie sich herum. Wo etwa sollen neue Stromleitungen entstehen und wie stark steigt der CO2-Preis?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.