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Organisation für Chemiewaffenverbot : OPCW: Syrien hat Forderungen erfüllt

  • Aktualisiert am

Kämpfer der „Freien Syrischen Armee“ in Aleppo Bild: REUTERS

Laut der Organisation für das Verbot chemischer Waffen hat die syrische Regierung alle geforderten Informationen über ihr C-Waffen-Arsenal übermittelt. Dessen ungeachtet geht der Bürgerkrieg unvermindert weiter.

          Syrien hat die geforderten Informationen über sein Chemiewaffenarsenal übergeben. Die „erwartete Offenlegung“ sei eingetroffen, teilte die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) am Samstag in Den Haag mit. Am Vortag hatte die Organisation erklärt, sie habe eine „erste Erklärung“ Syriens erhalten.

          Nach der von Russland und den Vereinigten Staaten vor einer Woche getroffenen Vereinbarung musste Syrien alle Informationen über sein Chemiewaffenprogramm aushändigen. Der Vereinbarung vorausgegangen war ein C-Waffen-Angriff in einem Vorort von Damaskus, bei dem Hunderte Menschen getötet worden waren.

          Ein ranghoher amerikanischer Regierungsvertreter zeigte sich am Samstag über die von Syrien vorgelegten Informationen zufrieden. „Es war besser als erwartet“, sagte er der Zeitung „New York Times“. „Wir waren angenehm überrascht von der Vollständigkeit der Darlegungen.“

          Wie lange die Überprüfung der syrischen Angaben dauern wird, ist unklar. Dann muss der Exekutivausschuss der Chemiewaffenbehörde über den Plan zur Vernichtung entscheiden. Ein für Sonntag geplantes Treffen des Gremiums wurde verschoben. Ein neuer Termin stehe noch nicht fest, sagte ein OPCW-Sprecher in Den Haag.

          Der Bürgerkrieg dauert an

          Ungeachtet dieser internationalen Bemühungen um eine Zerstörung der Chemiewaffen geht der Bürgerkrieg in Syrien mit konventionellen Waffen unvermindert weiter. In einem überwiegend von Sunniten bewohnten Dorf nordwestlich der Stadt Hama töteten Truppen von Präsident Baschar al Assad nach Darstellung der oppositionsnahen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens 15 Menschen. In den vorangegangenen zwei Tagen seien bei Rebellen-Angriffen in der Gegend 26 Assad-Kämpfer ums Leben gekommen. Auch in Dörfern südlich von Aleppo wurde gekämpft.

          Der Bürgerkrieg in Syrien wird immer mehr zu einem Konflikt zwischen den Religionsgruppen. Das schiitische Iran und schiitische Kämpfer aus dem Irak sowie die Hizbullah-Miliz aus dem Libanon stehen an der Seite von Präsident Assad. Die überwiegend sunnitischen Rebellen werden von der Türkei, den Golfstaaten sowie sunnitischen Kämpfern aus der gesamten Region unterstützt.

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