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Opferbilanz der UN : Mehr als 5000 Flüchtlinge starben 2016 im Mittelmeer

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In letzter Minute gerettet: Flüchtlinge sitzen auf dem Mittelmeer in einem sinkenden Schlauchboot. Bild: dpa

Auch 2016 riss der Strom von Flüchtlingen aus Afrika nach Europa nicht ab. Tausende Menschen bezahlten das Wagnis Mittelmeerroute mit ihrem Leben.

          Das Mittelmeer war im vergangenen Jahr die mit Abstand gefährlichste Route für Flüchtlinge und Migranten. Im gesamten Jahr 2016 seien 5.079 Männer, Frauen und Kinder während der Überfahrt gestorben, teilte die Internationale Organisation für Migration am Freitag in Genf mit. Insgesamt seien im vergangenen Jahr mehr als 363.000 Menschen über das Mittelmeer nach Europa gekommen.

          Weltweit kamen 2016 knapp 7.500 Menschen auf der Flucht oder während der Migration ums Leben. Den Angaben der Organisation für Migration zufolge starben im vorigen Jahr in Nordafrika mehr als 1.120 Flüchtlinge und Migranten. An der Grenze zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten waren in dem Zeitraum mehr als 430 Todesfälle zu beklagen.

          Die Organisation für Migration stellte klar, dass es sich um vorläufige Daten handele. Die Dunkelziffern könnten weitaus höher liegen. Im Jahr 2015 seien auf der Mittelmeer-Route mehr als 3.770 Flüchtlinge und Migranten gestorben, im Jahr 2014 hätten knapp 3.280 Männer, Frauen und Kinder auf dem Mittelmeer ihr Leben verloren. Die meisten Menschen seien ertrunken, einige seien von Schleppern getötet worden.

          Die meisten Flüchtlinge und Migranten, die 2016 in Europa ankamen, stammten aus afrikanischen Staaten wie Nigeria und Eritrea oder nah- und mittelöstlichen Konfliktländern wie Syrien und Afghanistan. Die Schlepper setzen auf dem Mittelmeer in der Regel untaugliche Boote ein, die leicht kentern können.

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