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Drosselung der Ölförderung : Die OPEC Plus lassen Biden alt aussehen

Biden besucht am Mittwoch Hurrikan-Opfer in Florida Bild: Reuters

Das Förderkartell verknappt das Ölangebot und bringt Biden vor der Kongresswahl doppelt in Bedrängnis: wegen der hohen Benzinpreise, und wegen seiner Riad-Reise.

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          Der Präsident sei „enttäuscht“, äußerten Joe Bidens Sicherheitsberater Jake Sullivan und der Direktor des Nationalen Wirtschaftsrates im Weißen Haus, Brian Deese, kurz nach der Entscheidung des Ölförderkartells OPEC Plus am Mittwoch, von November an zwei Millionen Barrel Öl pro Tag weniger zu fördern. Das sei „kurzsichtig“ in einer Zeit, in der die Aufrechterhaltung der Energieversorgung der Welt von „größter Bedeutung“ sei, und werde sich vor allem negativ auf Länder mit niedriger und mittlerer Wirtschaftskraft auswirken. Es werde diejenigen treffen, die angesichts hoher Erdölpreise bereits „taumeln“.

          Sofia Dreisbach
          Politische Korrespondentin für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Dann gingen Sullivan und Deese jedoch gleich dazu über, den Blick auf die Folgen für das eigene Land zu richten. Denn für ihren Präsidenten kommt die Entscheidung von OPEC Plus denkbar ungelegen – vier Wochen vor den Kongresswahlen, in denen die Demokraten versuchen, ihre knappe Mehrheit in beiden Kammern zu verteidigen.

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