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Offensive in Syrien : 3000 Rebellen kämpfen auf türkischer Seite

  • Aktualisiert am

Kräfte der Freien Syrischen Armee und türkische Panzer rücken zusammen vor. Bild: AFP

Seit mehreren Monaten haben sie sich in der Türkei auf die Offensive vorbereitet, nun rücken Tausende syrische Rebellen mit den türkischen Truppen vor. Russland warnt derweil vor einem Zerfall Syriens.

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          Am türkischen Militäreinsatz gegen den „Islamischen Staat“ (IS) in Nordsyrien sind nach Angaben von Rebellen rund 3000 Kämpfer der syrischen Opposition beteiligt. Diese hätten sich „seit Monaten“ auf den Einsatz vorbereitet, sagte ein Kämpfer der Oppositionsmiliz Al-Dschabha al-Schamia, der nicht namentlich genannt werden wollte, der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag in der südosttürkischen Stadt Gaziantep.

          Etwa 500 Kämpfer seien in der sogenannten 60. Brigade von der Türkei in der Provinz Gaziantep aufgebaut worden. Die restlichen Kämpfer seien einen Tag vor Beginn der Offensive am Mittwoch aus anderen Teilen Syriens, unter anderem aus dem Raum Aleppo, über die Türkei an den Grenzübergang bei Dscharabulus gebracht worden. Die Regimegegner gehörten unterschiedlichen Gruppierungen an.

          Das Ziel der Rebellen sei es, den IS „aus der Gegend zu verdrängen“ und ein zusammenhängendes Gebiet der Kurdenmiliz YPG zu verhindern. Diese sei eine „separatistische Gruppe“. Die Rebellen wollten auf keinen Fall zulassen, dass Syrien zerfalle, sagte der Kämpfer.

          Die Ziele der Rebellen decken sich damit mit denen der Türkei. Auf die Frage, ob es auch eine Konfrontation mit kurdischen Milizen geben könnte, antwortete der Kämpfer: „Wenn wir müssen, dann kämpfen wir auch gegen die Kurden.“

          Russland gab sich derweil besorgt über Kämpfe zwischen kurdischen Einheiten und syrischen Regierungstruppen in der Stadt Hasaka. Der Konflikt spiele denjenigen in die Hände, die Syrien zerstören wollten, sagt eine Sprecherin des Außenministeriums in Moskau. Die Kurden hatten die Armee in Hasaka in dieser Woche praktisch besiegt.

          Die Rebellen der Freien Syrischen Armee FSA rücken nach Angaben der von den Vereinigten Staaten geführten Anti-IS-Koalition weiter nach Osten vor. Die Kämpfer hätten den Euphrat überquert und bereiteten die Erstürmung der von den Islamisten gehaltenen nordsyrischen Stadt Raqqa vor, sagte ein Sprecher.

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