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Energiewende : Oettinger fordert langsameren Ausbau der Erneuerbaren

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Der EU-Kommissar für Energie, Günther Oettinger, setzt weiterhin auf Kohle. Bild: dpa

Für den EU-Kommissar für Energie gleicht die Politik in Deutschland einem „Schweinsgalopp“. Er setzt auf mehr Strom aus Kohle. Der Rohstoff sollte im Rheinland und in der Lausitz abgebaut werden.

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          EU-Energiekommissar Günther Oettinger fordert ein Ende des rasanten Ausbaus von Erneuerbaren Energien in Deutschland. Der „Schweinsgalopp“ müsse aufhören, sagte der CDU-Politiker. „Ich rate zu einer Geschwindigkeitsbegrenzung beim weiteren Ausbau von Solar- und Windkraft“, sagte Oettinger der Zeitung „Bild am Sonntag“.

          Das Hauptproblem der alternativen Energien bestehe darin, dass Strom in großen Mengen nicht speicherbar wäre. „Daran wird sich in den nächsten zehn Jahren nichts ändern. Erst wenn man Strom speichern kann, kann Wind- und Solarkraft die ganze Zukunft gehören. Bis dahin sind sie eine gute Ergänzung. Sie dürfen aber nicht der Schwerpunkt der Energieversorgung sein, wenn sie kostengünstig und sicher sein soll“, sagte Oettinger.

          Braunkohle soll Grundlast liefern

          Stattdessen setzt der EU-Kommissar auf Braunkohle: „Auf die 45 Prozent Strom aus Kohle werden wir noch lange nicht verzichten können. Statt Steinkohle zu importieren oder zu subventionieren, sollten wir die Braunkohle in der Lausitz und im Rheinland nutzen. Denn das geht zu marktwirtschaftlichen Bedingungen und unabhängig von Lieferanten. Deshalb plädiere ich dafür, die modernen Braunkohlekraftwerke für die Grundlast in Betrieb zu halten.“

          Am Atomausstieg will Oettinger nicht rütteln: „Als Realist bin ich mir sicher, dass die restlichen Atomkraftwerke wie geplant bis 2022 abgeschaltet werden, egal welche Partei die nächsten Bundestagswahlen gewinnt.“

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