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Österreich : Haiders Schwester neue FPÖ-Chefin

  • Aktualisiert am

Bussi für die große Schwester Bild: REUTERS

Es bleibt in der Familie: Die neue Parteichefin der bei der Europawahl gebeutelten FPÖ ist die Schwester Jörg Haiders. Ursula Haubner war die einzige Kandidatin für den Vorsitz.

          Die Schwester des Rechtspopulisten Jörg Haider, Ursula Haubner, ist am Samstag zur neuen Vorsitzenden der Freiheitlichen Partei (FPÖ) gewählt worden.

          Haubners Kür steht mit der Neuausrichtung der Partei in Zusammenhang, die die FPÖ nach der Wahlschlappe bei der Europawahl ankündigte. Zuvor hatte die FPÖ in der Regierung mit der konservativen Volkspartei (ÖVP) bereits das Justizministerium neu besetzt und das Ministerium für Infrastruktur um einen Staatssekretär erweitert. Haubner gehört dem Kabinett seit Februar 2003 als Staatssekretärin für Soziales an.

          Der frühere FPÖ-Chef Haider sprach seiner Partei Mut zu. „Man ist kein aussichtsloser Fall, wenn man ein paar Wahlen verliert, sondern, wenn man daraus nicht die richtigen Konsequenzen zieht", sagte der 54jährige in seiner Rede. Bei der Europa-Wahl verlor die FPÖ mehr als 17 Prozentpunkte und stürzte auf 6,3 Prozent der Stimmen ab. Dies war ihr schlechtestes Wahlergebnis seit mehr als 20 Jahren. Haider selbst lehnte es trotz des Drängens vieler FPÖ-Politiker ab, die Führung der FPÖ wieder zu übernehmen.

          Der letzte große Wahlerfolg gelang der FPÖ bei der Parlamentswahl 1999 unter Haiders Führung, als die Partei knapp 27 Prozent der Stimmen erhielt. Seine große Schwester ist die vierte FPÖ-Vorsitzende seit Haiders Rückzug von der Parteispitze vor vier Jahren. Die 58jährige Oberösterreicherin erhielt beim FPÖ-Parteitag in Linz 79 Prozent der Stimmen der Delegierten. Sie war die einzige Kandidatin für den Parteivorsitz. Die Lehrerin für Hauswirtschaftslehre stieg erst vor zehn Jahren in die Politik ein.

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