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Oberst Klein : Voll rehabilitiert

  • -Aktualisiert am

Dass Oberst Klein in den Generalsrang erhoben wird, ist mehr als nur eine ganz normale Beförderung. Das Verteidigungsministerium stellt sich hinter den Soldaten.

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          Ob Oberst Klein am 4. September 2009 verhältnismäßig handelte, wird sich mit letzter Sicherheit nie klären lassen. Auf der Basis seiner Bedrohungsanalyse gab er den Befehl zur Bombardierung zweier - von Taliban geraubter - Tanklastzüge nahe Kundus durch amerikanische Flugzeuge. 91 Personen wurden getötet, elf verletzt, darunter Frauen und Kinder.

          Für die einen hatte Klein höchstens „Verfahrensfehler“ begangen, für andere, insbesondere Angehörige der Toten, war er zum „Mörder“ geworden. Die Bundesanwaltschaft stellte jedenfalls im April 2010 die Ermittlungen wegen eines Verstoßes gegen das Kriegsvölkerrecht ein, auch ein Disziplinarverfahren führte zu nichts. Einen Bundesminister, einen Generalinspekteur und einen Staatssekretär hatte das Kundus-Bombardement in der Zwischenzeit um das Amt gebracht.

          Dass der Oberst jetzt in den Generalsrang erhoben wird, ist aber mehr als nur „eine ganz normale Beförderung“, wie der Bundeswehrverband abwiegelnd meint. Vielmehr stellt sich das Verteidigungsministerium hinter den Soldaten, der sich als voll rehabilitiert fühlen darf.

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