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Obamas Kampf gegen den Terror : Ground Zero und Zweifel

Bild: reuters

Für seine kühne Entscheidung zur Kommandoaktion gegen Usama Bin Ladin wird Präsident Obama zu Recht gerühmt. Aber die ständigen Korrekturen zum Ablauf wecken Zweifel, auch an der Kontrolle im Weißen Haus.

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          Bin Ladin wurde schon vor „9/11“ gesucht, aber erst der Angriff auf Amerika machte die weltpolitische Bedeutung des islamistischen Terrorismus wirklich offenbar. Die Vereinigten Staaten veränderte er im Innern wie nach außen: Ohne den „11. September“ hätte es die Kriege in Afghanistan und im Irak nicht gegeben; deren Kosten und die Ausgaben für mehr Sicherheit sind astronomisch hoch.

          Insofern hat sich mit Bin Ladins Tötung ein Kreis geschlossen, insofern war es angemessen, dass Präsident Obama am Donnerstag am Ground Zero einen Kranz niederlegte, selbst wenn das Züge einer politischen Siegesfeier hatte.

          Aber das passt zu den Kontroversen, die sich an der Kommandoaktion entzünden. Für seine kühne Entscheidung wird Obama zu Recht gerühmt. Aber die ständigen Korrekturen zum Ablauf der Aktion wecken Zweifel, auch an der Kontrolle im Weißen Haus.

          Dass Fotos vom toten Bin Ladin nicht veröffentlicht werden sollen, ist ebenfalls umstritten und nährt Spekulationen. Obamas Kampf gegen den Terrorismus ist eindrucksvoll erfolgreich - und windungsreich. Wie war das mit Guantánamo, mit brutalen Verhörmethoden?

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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