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Obamas Außenpolitik : Kuba als Lackmustest

Bild: reuters

Mögen die Greise an Kubas Spitze nach wie vor wenig zimperlich sein, wenn es um Menschenrechte geht - Obamas Umgang mit dem Castro-Regime soll zum Lackmustest werden für seine neue Ära der Außenpolitik „auf Augenhöhe“.

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          Noch nie gaben sich auf Kuba so viele Politiker aus aller Herren Länder buchstäblich die Klinke in die Hand wie in diesen Monaten: Absichtsvoll haben die üblichen Verdächtigen aus Lateinamerika und dem amerikanischen Kongress, dazu Russen, Chinesen und ein EU-Kommissar den seit fast zwei Generationen kommunistisch beherrschten Inselstaat mit einer offensiv-ostentativen Besuchsdiplomatie aufgewertet.

          Mögen die Greise an der Spitze des Staates in Menschenrechtsfragen nach wie vor wenig zimperlich sein und mag selbst eine bescheidene Demokratisierung nicht in Sicht sein, so soll doch der Umgang des neuen Präsidenten Obama mit dem Castro-Regime zum Lackmustest werden für eine neue Ära amerikanischer Außenpolitik „auf Augenhöhe“ mindestens gegenüber den amerikanischen Staaten. Ob diese Taktik aufgeht und Obama dem Druck nachgibt, dürfte sich Ende der kommenden Woche während des Gipfeltreffens der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) zeigen.

          Erst einmal hat Washington ganz souverän verhindert, dass Kuba nach Trinidad und Tobago eingeladen wird.

          Daniel Deckers

          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

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