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NSU-Prozess : Zschäpes Brieffreund muss wieder ins Gefängnis

  • Aktualisiert am

Beate Zschäpe hatte regen Briefwechsel mit Robin S. Bild: dpa

Für den Brieffreund von Beate Zschäpe ist der offene Vollzug beendet. In seiner Zelle wurden Beweise dafür gefunden, dass er sich nicht von der gewalttätigen rechten Szene gelöst hat. Er hatte das Gegenteil behauptet.

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          Ein Brieffreund der mutmaßlichen NSU-Terroristin Beate Zschäpe darf seine Haftstrafe nicht mehr im offenen Vollzug verbüßen. Man habe in der Zelle des 29 Jahre alten Mannes Beweise gefunden, „dass er nach wie vor nicht nur einer rechten Ideologie, sondern auch einer grundsätzlich gewaltbereiten Ausrichtung anhängt“, sagte der Leiter der Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Senne, Uwe Nelle-Cornelsen, am Dienstag. Der Mann sei darum Anfang Januar in die JVA Werl verlegt worden. Zuerst hatte die „Neue Westfälische“ (Dienstag) darüber berichtet.

          Robin S. hatte 2007 zusammen mit einem ehemaligen Verfassungsschutzspitzel ein Geschäft in Dortmund überfallen und dabei mehrmals auf einen gebürtigen Tunesier geschossen. Dafür wurde er zu acht Jahren Haft verurteilt. Zudem war er in Dortmund Mitglied des rechten Schlägertrupps „Streetfighting Crew“. 2013 war ein reger Briefwechsel zwischen ihm und Beate Zschäpe aufgetaucht. „Er hatte bis zuletzt regelmäßigen Briefkontakt mit Zschäpe“, sagte Nelle-Cornelsen jetzt.

          Robin S. hatte in der Haft versichert, er habe sich von der gewaltbereiten rechten Szene gelöst. Er machte eine Ausbildung und war seit Februar 2013 in Bielefeld im offenen Vollzug. Nach Informationen der Zeitung wurden im Dezember 2013 in seiner Zelle ein Siegelring mit Hakenkreuz, Fotos von Zschäpe und der „Streetfighting Crew“ gefunden.

          Zschäpe ist vor dem Oberlandesgericht München als Mittäterin an sämtlichen Attentaten des NSU angeklagt. Dem „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) werden unter anderem zehn Morde und zwei Sprengstoffanschläge zugerechnet.

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