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NSU-Prozess : Beate Zschäpe kann sprechen

  • Aktualisiert am

Beate Zschäpe am 28. Juni im Gerichtssaal im Oberlandesgericht München Bild: dpa

Bis jetzt hat Beate Zschäpe im NSU-Prozess immer geschwiegen – jetzt ergriff sie zum ersten Mal das Wort. Sie habe sich früher „durchaus mit Teilen des nationalistischen Gedankenguts“ identifiziert. Anders als heute, wie sie sagt.

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          Die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe hat im Münchner NSU-Prozess zum ersten Mal persönlich das Wort ergriffen. Sie verlas am Donnerstag eine kurze Erklärung, in der sie einräumte, sich früher „durchaus mit Teilen des nationalistischen Gedankenguts“ identifiziert zu haben. Dies sei heute jedoch nicht mehr so. „Heute beurteile ich Menschen nicht nach Herkunft und politischer Einstellung, sondern nach Benehmen“, sagte Zschäpe.

          Zschäpe ist die Hauptangeklagte im NSU-Prozess. Sie hatte jahrelang auf Anraten ihrer drei Verteidiger Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm jede Aussage verweigert. Im vergangenen Dezember hatte sie mit Unterstützung von zwei weiteren Anwälten eine Aussage und mehrere Antworten auf Fragen des Oberlandesgerichts München verlesen lassen, bisher aber nie selber das Wort ergriffen.

          Zschäpe wirkte nervös

          Beim Verlesen ihrer eigenen kurzen Erklärung am 131. Verhandlungstag des Mammutprozesses sprach sie sehr schnell mit leiser Stimme und wirkte nervös. Die Bundesanwaltschaft hat sie als Mittäterin der zehn überwiegend rassistisch motivierten Morde angeklagt, die ihre beiden mutmaßlichen Komplizen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos verübt haben sollen.

          NSU-Prozess : Zschäpe bricht ihr Schweigen

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