https://www.faz.net/-gpf-7b73y

NSA-Affäre : Snowden will Menschenrechtler in Moskau treffen

  • Aktualisiert am

Edward Snowden Bild: AFP

Der von Amerika gesuchte IT-Spezialist Edward Snowden plant einen Auftritt auf dem Flughafen Scheremetjewo. Für den Nachmittag hat er Vertreter internationaler Organisationen eingeladen.

          1 Min.

          Der von Amerika zur Fahndung ausgeschriebene Computerspezialist Edward Snowden will sich noch am Freitag in Moskau mit Vertretern internationaler Menschenrechtsorganisationen treffen. Das meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf den Flughafen Scheremetjewo. Die Organisation Amnesty International bestätigte das Treffen, das für 17 Uhr Ortszeit (15 Uhr deutscher Zeit) geplant war. Es wäre der erste öffentliche Auftritt des von den Vereinigten Staaten wegen Geheimnisverrats gejagten 30 Jahre alten Amerikaners, der vor fast drei Wochen aus Hongkong nach Moskau geflogen war.

          Snowden hält sich seither im Transitbereich des Flughafens Scheremetjewo auf. Dort sei das Treffen mit Juristen geplant, wie der Flughafen der Agentur Interfax mitteilte. Snowden will sich demnach unter anderem zu seiner internationalen Verfolgung durch die Vereinigten Staaten äußern.

          Auf der nun veröffentlichten Einladungsliste für die Veranstaltung stehen unter anderen Vertreter von Transparency International, Human Rights Watch und der Vereinten Nationen sowie der Menschenrechtsbeauftragte der russischen Regierung, Wladimir Lukin.

          Snowden sitzt im Transitbereich des Moskauer Flughafens fest, weil die Behörden seines Heimatlandes seinen Reisepass für ungültig erklärten. Mehrere Staaten haben ihm Asyl angeboten. Snowden hatte Dokumente über geheime  Überwachungsprogramme des amerikanischen Geheimdienstes NSA an Medien weitergegeben. Außerdem enthüllte er ein umfangreiches britisches Spähprogramm.

          Weitere Themen

          Impeachment oder Iowa?

          Präsidentschaftswahlkampf : Impeachment oder Iowa?

          Viele demokratische Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur würden gerne Wahlkampf machen, zum Beispiel in Iowa. Doch beim Impeachment-Verfahren gegen Trump müssen die Senatoren in Washington sein. Wer profitiert davon?

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.