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NSA-Affäre : Snowden nutzte auch Passwörter von Kollegen

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Whistleblower Edward Snowden: Dieser Aufnahme soll am 31.Oktober an einem unbekannten Ort in Moskau aufgenommen worden sein Bild: dpa

Edward Snowden hatte offenbar weitere Unterstützer in den Reihen der NSA. Mitarbeiter eines Spähpostens auf Hawaii sollen Snowden ihre Login-Daten überlassen haben. Das will die Nachrichtenagentur Reuters erfahren haben.

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          Der frühere NSA-Mitarbeiter Edward Snowden hat sich offenbar mit Passwörtern seiner Kollegen Zugang zu vertraulichen amerikanischen Geheimdienstdaten verschafft, die er an die Medien weitergab.

          Aus Ermittlerkreisen der amerikanischen Regierung erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters, einige Mitarbeiter des amerikanischen Geheimdienstes NSA eines Spähpostens auf Hawaii hätten Snowden ihre Login-Daten überlassen. Sie seien befragt und suspendiert worden. Eine weitere mit der Angelegenheit vertraute Person sagte, Snowden habe insgesamt 20 bis 25 Kollegen mit der Begründung zur Herausgabe ihrer Passwörter gebracht, er benötige sie für seine Tätigkeit als System-Administrator.

          Die NSA wollte sich nicht zu den Angaben äußern. Sie zeigen, dass offenbar Sicherheitslücken oder Verstöße gegen die Vorschriften eine bedeutende Rolle in dem größten Enthüllungsskandal in der 61 Jahre langen Geschichte der NSA spielten.

          Snowden war 2012 auf Hawaii

          Reuters hatte im vergangenen Monat berichtet, dass die Vereinigten Staaten aus technischen Gründen die Installation einer speziellen Software auf ihrem Stützpunkt auf Hawaii verschoben hatten, mit der interne Zugriffe auf brisante Daten verhindert wird. Snowden hielt sich im vergangenen Frühjahr für rund einen Monat auf Hawaii auf. In dieser Zeit verschaffte er sich Zugang zu Zehntausenden als geheim eingestuften Dokumenten der NSA.

          Die amerikanische Regierung geht davon aus, den Umfang der Daten, die Snowden runtergeladen hat, gut einschätzen zu können. Aus Kreisen der Ermittler verlautete indes, es könne noch nicht gesagt werden, über welche und wie viele Daten Snowden tatsächlich verfüge.

          Snowden hält sich derzeit in Russland auf, wo er vorübergehendes Asyl erhalten hat. Die Geheimdienst-Affäre belastet auch das Verhältnis Deutschlands zu den Vereinigten Staaten, seitdem Berichte kursierten, wonach Bundeskanzlerin Angela Merkel von der NSA ausspioniert worden sein soll.

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