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Norwegen : Zu früh für Zuversicht

  • -Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Norwegen will dem Doppelanschlag mit großer Offenheit begegnen. Doch was geschieht, wenn der Polizei Fehler nachgewiesen werden? Für politische Zuversicht ist es zu früh.

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          Norwegen bestehe diese Prüfung, sagt Ministerpräsident Stoltenberg - und seine Landsleute klatschen, um ihn ihrer Zustimmung zu versichern. Doch was umfasst diese zu bestehende Prüfung noch? Der erste Abschnitt endete tragisch. Auch wenn der Justizminister die Polizeiarbeit nach dem Beginn des Doppelanschlags lobt, so gehört die Klärung der Einsatzbereitschaft, die Vorbereitung auf den unabsehbaren Eventualfall, zu den wichtigsten Prüfaufträgen, die jetzt abzuarbeiten sind.

          Sollte sich herausstellen, dass ein schnelleres Eingreifen auf der Insel, aber auch schon bei der geheimdienstlichen und polizeilichen Entdeckung und Überwachung des späteren Täters theoretisch möglich gewesen wäre und so auch nur ein einziges Kind vor dem Erschießen hätte bewahrt werden können, dann wird die politische Hoffnung, mehr Offenheit führe zu einem sichereren Alltag, dahinschmelzen.

          Der andere Teil der Prüfung besteht in der gerichtlichen Aufarbeitung des Massenmordes und in den Bedingungen der Haft oder Sicherungsverwahrung. Die Opfer sind noch nicht begraben; für politische Zuversicht ist es zu früh.

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