https://www.faz.net/-gpf-6wa7m

Nordkorea : Kim Jong-un „oberster Führer“

  • Aktualisiert am

Kim Jong-un (zweiter von links) ist nun der „oberste Führer“ Bild: dapd

Noch während der Trauerzeit für den verstorbenen Diktator Kim Jong-il hat Nordkorea dessen Sohn Kim Jong-un vor Zehntausenden im Zentrum Pjöngjangs zu dessen Nachfolger ausgerufen.

          Nordkorea hat zum Ende der offiziellen Trauerzeit für den gestorbenen Alleinherrscher Kim Jong-il dessen Sohn und Nachfolger Kim Jong-un zum obersten Führer ausgerufen. „Der geachtete Genosse Kim Jong-un ist der oberste Führer unserer Partei und des Militärs“, rief das protokollarische Staatsoberhaupt des kommunistischen Landes, Kim Yong Nam, am Donnerstag vor Zehntausenden von Menschen auf einem Platz im Zentrum Pjöngjangs.

          Auch die amtliche Nachrichtenagentur KCNA bezeichnete Kim Jong-un als „obersten Führer der Partei, des Staates und der Armee“. Wann der noch nicht 30-Jährige auch formal oberster Machthaber des Landes wird, war zunächst unklar. Dazu müsste er nach der Verfassung des wie sein Vater Vorsitzender der Nationalen Verteidigungskommission - des höchsten Entscheidungsgremiums - werden.

          Kim Jong-un übersah nach Berichten des Staatsfernsehens bei der zentralen Gedenkfeier für seinen Vater in Pjöngjang an der Seite von ranghohen Militärs und Parteifunktionären von einem Balkon aus die Menge. Während der Veranstaltung verharrten die Menschen drei Minuten lang in Schweigen. Danach waren den Berichten zufolge im ganzen Land Schiffssirenen und Signalhörner von Zügen zu hören.

          Kim Jong Il hatte seinen jüngsten Sohn schrittweise auf die Nachfolge vorbereitet. Der Diktator, der das Land 17 Jahre lang mit eiserner Faust regiert hatte, war nach offizieller Darstellung am 17. Dezember infolge eines Herzinfarkts gestorben. Am Mittwoch hatte Nordkorea mit einer pompös inszenierten öffentlichen Beisetzungsfeier in Pjöngjang Abschied von Kim genommen.

          Kim Jong-un und sein Onkel Jang Song-thaek geben Kim Jong-il das letzte Geleit Bilderstrecke

          Weitere Themen

          Er will sie das Fürchten lehren

          John Bolton : Er will sie das Fürchten lehren

          Trumps Sicherheitsberater trommelt seit Jahren für einen Militärschlag gegen Iran. Europäische Diplomaten halten ihn für einen Ideologen. Doch jetzt hat er das Ohr des Präsidenten für sich.

          Maduro will vorgezogene Neuwahlen Video-Seite öffnen

          Machtkampf in Venezuela : Maduro will vorgezogene Neuwahlen

          Venezuelas Präsident Nicolas Maduro hat sich für vorgezogene Parlamentswahlen ausgesprochen. Sie könnten eine Entscheidung herbei führen im Machtkampf zwischen dem Präsidenten und Herausforderer Juan Guaidó.

          Das Orakel der Madame Dionkong

          FAZ Plus Artikel: Senegal : Das Orakel der Madame Dionkong

          Senegal ist der muslimische Musterstaat in Westafrika, tolerant, weltoffen und trotzdem fest in seinen Traditionen verwurzelt – ein Land, in dem für monumentale Moscheen ebenso Platz ist wie für animistische Dorfkönige.

          Topmeldungen

          Syrische Soldaten

          Syrien : Amerika meldet Hinweise auf Giftgasangriff

          Die Vereinigten Staaten haben laut eigenen Angaben Hinweise auf einen Chlorgas-Angriff syrischer Truppen. Das Außenministerium droht mit einer angemessenen Antwort.
          Heinz-Christian Strache am 18. Mai 2019 in Wien während einer Pressekonferenz, nachdem das „Ibiza-Video“ öffentlich geworden war.

          Woher stammt das Ibiza-Video? : Hinweise auf Mittelsmänner

          Ist der Kontakt zu der angeblichen Oligarchennichte über einen Wiener Anwalt angebahnt worden? Österreichische Medien berichten über mögliche Mittelsmänner hinter dem Video, das Vizekanzler Strache zu Fall gebracht hat.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.