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Abhängigkeit von Moskau? : Das Gas soll fließen

Mit einem Spezialkran werden tonnenschwere Rohre für Nord Stream 2 im Hafen von Sassnitz-Mukran (Mecklenburg-Vorpommern) auf einen Lagerplatz transportiert (Archivbild). Bild: dpa

In Ostdeutschland ist alles bereit für die Inbetriebnahme der neuen Pipeline. Dort ist man froh über den Einsatz der Kanzlerin. Doch wie groß ist die Abhängigkeit von Moskau?

          An der Küste Vorpommerns sind lange schon Fakten in Beton gegossen worden. In dem kleinen Örtchen Lubmin am Greifswalder Bodden kommt die Nord-Stream-1-Pipeline an. Und bald soll dort auch durch die Nord- Stream-2-Leitung Gas nach Deutschland fließen. Das Rohr ist angelandet, heißt es vom Unternehmen Nord Stream 2. Auf einer Strecke von 68 Kilometern liegt die Pipeline allein schon in deutschen Gewässern, und da es ein Doppelrohr ist, sind also 136 Kilometer vor Lubmin bereits verlegt worden, mit Beton ummantelt und auf den ersten fünfzig Kilometern in Gräben eingelassen. Sogenannte Ankerblöcke sind um die Rohre in Lubmin gegossen worden, um sie stabil zu halten. Auch die sechs großen Ventile sind schon fertig, die den Gasstrom im Notfall stoppen sollen. Die Bauarbeiten sind im Plan, Ende 2019 soll alles fertig sein. Weitere 53 Milliarden Kubikmeter Gas sollen dann jedes Jahr in Lubmin ankommen und weitergeleitet werden, zum großen Teil in Richtung Süden. Und es spricht viel dafür, dass es auch so kommen wird.

          Markus Wehner

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Matthias Wyssuwa

          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          Gestritten wird über die Nord Stream 2 schon lange, derweil sind Fakten geschaffen worden. Für die Pipeline setzt sich seit jeher die SPD ein, deren früherer Kanzler Gerhard Schröder das Projekt mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vorantrieb und der heute selbst in der russischen Energiewirtschaft in führender Position tätig ist, unter anderem bei Nord Stream 2. Obwohl Angela Merkel eine ganz andere Gangart gegenüber Moskau an den Tag legte als ihr Vorgänger und in den schweren Konflikten mit Moskau, vor allem wegen der Aggression gegen die Ukraine, eine harte Haltung an den Tag legte, stellte sie die Gasleitung nie in Frage. Gegen Nord Stream 2 machen sich in Deutschland vor allem die Grünen stark, aber auch Teile der CDU und der FDP.

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          Schließt Kompromisse, damit das Gas fließt: Angela Merkel

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          Immer wieder eine Freude: Putin und Schröder vergangenes Jahr im Kreml

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