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Nord Stream 2 : Dänemark macht Weg für letztes Stück Pipeline frei

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Das 120 Meter lange Spezialschiff „Boka Constructor“» liegt im Greifswalder Bodden vor dem Hafen von Lubmin. Bild: dpa

Amerikanischen Sanktionsdrohungen zum Trotz – die Vollendung von Nord Stream 2 rückt näher. Nun sollen auch russische Schiffe helfen.

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          Dänemark hat den Einsatz von Spezialschiffen in seinen Gewässern erlaubt und macht damit den Bau der letzten Meilen der umstrittenen Gaspipeline Nord Stream 2 möglich. Die Behörden gaben am Montag grünes Licht für russische Rohrverlegungsschiffe, die die insgesamt 1230-Kilometer-Verbindung zwischen Deutschland und Russland vollenden sollen.

          Das Projekt hatte sich wegen der Sanktionsdrohungen der amerikanischen Regierung gegen beteiligte Firmen verzögert. Sie trafen auch die niederländisch-schweizerische Firma Allseas, die daraufhin die Arbeit einstellte. Ersetzt werden sollen deren Schiffe nun durch russische, die ihre Position mittels eines Ankers fixieren. Wegen der stark verbreiteten Kriegsmunition auf dem Ostseegrund war dafür eine gesonderte Genehmigung erforderlich.

          Die Vereinigten Staaten lehnen die Pipeline mit der Begründung ab, dass sich Europa und besonders Deutschland damit abhängig von russischen Gas-Lieferungen machen. Die Amerikaner wollen zudem selbst Flüssiggas exportieren. Mit einem neuen Gesetz könnten die Sanktionen sogar über die unmittelbar beteiligten Firmen hinaus ausgedehnt werden und von den Vereinigten Staaten auch Dienstleister und Versicherungen getroffen werden.

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