https://www.faz.net/-gpf-a1497

Nord Stream 2 : Dänemark macht Weg für letztes Stück Pipeline frei

  • Aktualisiert am

Das 120 Meter lange Spezialschiff „Boka Constructor“» liegt im Greifswalder Bodden vor dem Hafen von Lubmin. Bild: dpa

Amerikanischen Sanktionsdrohungen zum Trotz – die Vollendung von Nord Stream 2 rückt näher. Nun sollen auch russische Schiffe helfen.

          1 Min.

          Dänemark hat den Einsatz von Spezialschiffen in seinen Gewässern erlaubt und macht damit den Bau der letzten Meilen der umstrittenen Gaspipeline Nord Stream 2 möglich. Die Behörden gaben am Montag grünes Licht für russische Rohrverlegungsschiffe, die die insgesamt 1230-Kilometer-Verbindung zwischen Deutschland und Russland vollenden sollen.

          Das Projekt hatte sich wegen der Sanktionsdrohungen der amerikanischen Regierung gegen beteiligte Firmen verzögert. Sie trafen auch die niederländisch-schweizerische Firma Allseas, die daraufhin die Arbeit einstellte. Ersetzt werden sollen deren Schiffe nun durch russische, die ihre Position mittels eines Ankers fixieren. Wegen der stark verbreiteten Kriegsmunition auf dem Ostseegrund war dafür eine gesonderte Genehmigung erforderlich.

          Die Vereinigten Staaten lehnen die Pipeline mit der Begründung ab, dass sich Europa und besonders Deutschland damit abhängig von russischen Gas-Lieferungen machen. Die Amerikaner wollen zudem selbst Flüssiggas exportieren. Mit einem neuen Gesetz könnten die Sanktionen sogar über die unmittelbar beteiligten Firmen hinaus ausgedehnt werden und von den Vereinigten Staaten auch Dienstleister und Versicherungen getroffen werden.

          Weitere Themen

          Premierminister Johnson unter massivem Druck

          Downing Street Party : Premierminister Johnson unter massivem Druck

          Während des Corona-Lockdown im Dezember 2020 waren Parties für die Bürger Großbritanniens strengstens verboten. Im Amtssitz des britischen Premiers galten andere Regeln. Dort feierte man munter Weihnachten – mit Getränken, Häppchen und Gesellschaftsspielen.

          Die erste Bundesinnenministerin Video-Seite öffnen

          Nancy Faeser : Die erste Bundesinnenministerin

          Ihr Name ist die große Überraschung auf Olaf Scholz' Kabinettsliste: Die 51-jährige Nancy Faeser, eine bundesweit bislang kaum bekannte SPD-Landespolitikerin aus Hessen, soll als erste Frau an die Spitze des Bundesinnenministeriums treten.

          Topmeldungen

          Altenheim in Bayern: Die Bewohner sollen sich sicher fühlen können. Ist eine Impfpflicht hierfür sinnvoll?

          Neues Infektionsschutzgesetz : „Dann bitte alle impfen“

          Die Spritzenpflicht in Pflege und Kliniken kommt. Die Branche begrüßt das größtenteils, fordert aber, dass auch andere Gruppen mit einbezogen werden: Denn nur so könne man den höchstmöglichen Schutz für alle erreichen.
                        Freundliche Begrüßung für die Kameras: Wladimir Putin und Joe Biden am Dienstag zu Beginn ihres digitalen Gesprächs

          Videogipfel : Putins Linien und Bidens Optionen

          Nach dem Videogipfel der beiden Präsidenten gibt es nur eine knappe amerikanische Erklärung. Sie klingt wie die Statements vor dem Gespräch. Zumindest soll weiter geredet werden.