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Nigeria : Islamisten töten abermals Christen

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Die Anschlagsserie auf Christen in Nigeria begann am Weihnachtstag mit der Zerstörung der St.Theresa Kirche in der Hauptstadt Abuja. Bild: AFP

Bei Anschlägen in Nigeria auf Kirchen und Läden von Christen sind mindestens 13 Menschen getötet worden. Die Polizei macht die islamistische Sekte Boko Haram für die Taten verantwortlich.

          Die islamistische Sekte Boko Haram hat ihre Anschlagsserie im Norden Nigerias fortgesetzt. Mindestens 13 Menschen wurden in der Nacht zum Samstag bei Angriffen auf eine Kirche, einen Schönheitssalon und zwei Banken getötet, wie die Polizei mitteilte. Die Sekte Boko Haram fordert eine Einführung des islamischen Rechtssystems Scharia und greift seit Monaten immer wieder gezielt Christen an. Mit den jüngsten Anschlägen stieg die Zahl der Opfer in nur drei Tagen auf über 40.

          Der verheerendste Angriff war der auf eine Kirche in der Stadt Yola im Staat Adamawa. Mindestens acht Gläubige wurden dabei nach Angaben der Polizei getötet. In einem benachbarten Schönheitssalon seien drei weitere Menschen ums Leben gekommen. Drei schwarz gekleidete Kämpfer hätten das Lokal gestürmt und das Feuer auf Kunden eröffnet, sagte der Salon-Besitzer Stephen Tizhe. Während des Angriffs riefen die Bewaffneten den Angaben zufolge immer wieder „Gott ist groß, Gott ist groß.“

          In der Stadt Potiskum im Staat Yobe setzten Bewaffnete nach Angaben der Polizei zwei Banken in Brand. Bei einer anschließenden Schießerei mit den Sicherheitskräften seien mindestens zwei Menschen getötet worden. Wie die Behörden am Samstag mitteilten, konnte im Zusammenhang mit den drei Anschlägen in Yola und Potiskum zunächst niemand festgenommen werden.

          Erst am Freitag waren bei einem Angriff auf ein Gemeindehaus im Nordosten Nigerias mindestens 20 Menschen getötet worden. Boko Haram bekannte sich zu dem Angriff sowie zu einem weiteren Anschlag auf eine Kirche mit acht Toten am Tag zuvor. „Wir wollen der Regierung von Nigeria zeigen, dass wir unsere Taktik jederzeit ändern können“, sagte ein Sprecher, der sich Abul-Qaqa nannte, der Tageszeitung „The Daily Trust“. Nach besonders verheerenden Anschlägen auf Kirchen am Weihnachtstag hatte der nigerianische Präsident Goodluck Jonathan am Silvestertag den Ausnahmezustand über Teile des Landes verhängt.

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