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Nigeria : Helfer befürchten über 2.000 Tote in Lagos

  • Aktualisiert am

Auf der Flucht ertrunken Bild: dpa

Das endgültige Ausmaß der Explosionskatastrophe in der nigerianischen Millionenstadt Lagos ist noch immer nicht abzusehen.

          Zwei Tage nach der Explosionskatastrophe in der nigerianischen Millionenmetropole Lagos werden immer noch Tausende Menschen vermisst. Von „vielen tausend Menschen, die meisten von ihnen Kinder“, fehle seit den Explosionen jede Spur, sagte ein Sprecher des nigerianischen Roten Kreuzes in Lagos.

          Am Sonntagabend waren Hunderttausende Menschen in Panik aus dem Bezirk Ikeja geflohen, als ein Waffendepot explodierte. Nigerianische Medien berichteten sogar von mehr als 2.000 Toten. Zuvor sprach der nigerianische Präsidenten Olusegun Obasanjo von 600 Opfern. Viele von ihnen ertranken bei der Flucht in einem Kanal. Anscheinend hatten sie die Tiefe des Kanals unterschätzt. Bei einem Großteil der Opfer handelt es sich um Kinder.

          Das Rote Kreuz richtete nach Angaben des Sprechers zwei Flüchtlingslager ein, in denen die Menschen mit Lebensmitteln, Wasser und Decken versorgt werden. Rund 800 Obdachlose seien bereits registriert worden. Besonders schwierig sei es, Familien zusammenzuführen, die durch die Katastrophe getrennt wurden. In dem Lager hielten sich dem Sprecher zufolge alleine 300 Kinder auf, die ihre Eltern suchten.

          Grafik Nigeria

          Brand in Suppenküche als Grund für Explosionen

          Die Armee betonte, dass es sich bei der Explosion um einen Unfall gehandelt habe. In dem alten Munitionsdepot seien großkalibrige Artilleriegeschosse gelagert worden, sagte Brigadegeneral John Anda. Militärsprecher Felix Chukwumah erklärte, ein Feuer, das in einer benachbarten Suppenküche ausbrach, habe auf das Munitionslager übergegriffen.

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