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Neues Rüstungsprojekt : Wo bleibt das Konzept?

Es wäre nicht schlecht, wenn es zum neuen Luftabwehrsystem Meads auch noch ein Konzept gäbe. Das Verteidigungsministerium ist schließlich nicht nur dazu da, die Wünsche der Rüstungsindustrie abzuarbeiten.

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          Auch die Opposition dürfte (und sollte) nichts dagegen haben, dass Deutschland seine Luftverteidigung modernisiert. Es wäre nicht schlecht, wenn es auch noch ein Konzept zum neuen Abwehrsystem gäbe. Das Ministerium ist schließlich nicht nur dazu da, die Wünsche der Rüstungsindustrie abzuarbeiten.

          Ansonsten aber gilt: Ob dieses Rüstungsvorhaben in Skandal und Desaster endet (welches Projekt wurde eigentlich je als vollkommen gelungen bezeichnet?), wird erst feststehen, wenn die kommandierende Überfliegerin Ursula von der Leyen längst nicht mehr im Bendlerblock sitzt.

          Sie hat sich bisher auf dem Schleudersitz des Verteidigungsministers wacker geschlagen, auch unter geschickter Ausnutzung von Schwächen und Stärken ihres Vorgängers Thomas de Maizière, und sie wird auch über „Meads“ nicht stolpern. Klug setzte sie auf die Vereinbarkeit von Familie und Soldatenberuf, auf die Attraktivität der Bundeswehr als Arbeitgeber.

          Es ist das gute Recht der Grünen, eine „kluge Sicherheitspolitik“ zu fordern. Doch die hat auch die Opposition nicht im Angebot.

          Reinhard Müller

          Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“ und F.A.Z. Einspruch, zuständig für „Staat und Recht“.

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