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Neuer IS-Chef : Irakischer Turkmene soll Terrormiliz führen

  • Aktualisiert am

Ein IS-Kämpfer im Juni 2014 in Rakka Bild: Reuters

Amir Muhammad Abdul Rahman al-Mawli al-Salbi soll der neue Anführer der Terrormiliz „Islamischer Staat“ sein. Das wollen Geheimdienste herausgefunden haben. Er sei eines der Gründungsmitglieder des IS, heißt es.

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          Beim neuen Chef der Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) soll es sich anders als bisher angenommen um das Gründungsmitglied der Miliz, Amir Muhammad Abdul Rahman al-Mawli al-Salbi, handeln. Das berichtete die britische Zeitung „The Guardian“ am Montag unter Berufung auf ungenannte Geheimdienstvertreter. Demnach ist al-Salbi ein ranghoher IS-Vertreter und organisierte unter anderem die Versklavung der jesidischen Minderheit im Irak.

          Wenige Tage nach der Tötung des IS-Anführers Abu Bakr al-Bagdadi bei einem amerikanischen Militäreinsatz im vergangenen Oktober hatte die Dschihadistenmiliz den Namen ihres neuen Chefs mit Abu Ibrahim al-Haschimi al-Kuraischi angegeben. Experten hatten jedoch daran gezweifelt, dass es sich bei al-Kuraischi tatsächlich um den neuen Chef des IS handelte.

          Dem Bericht des „Guardian“ zufolge soll al-Salbi bereits wenige Stunden nach dem Tod al-Bagdadis zum neuen IS-Anführer bestimmt worden sein. Al-Kuraischi war demnach nur ein Pseudonym.

          Laut dem Bericht soll al-Salbi aus einer Familie ethnischer Turkmenen im Irak stammen und im nordwestirakischen Tal Afar geboren sein. Demnach wäre al-Salbi einer der wenigen nicht-arabischen Vertreter in der obersten Führungsebene des IS.

          Al-Salbi soll einen Abschluss in islamischem Recht von der Universität Mossul haben. 2004 geriet er dem „Guardian“ zufolge im Irak in amerikanische Militärgefangenschaft. Im Militärgefängnis Bucca lernte er demnach al-Bagdadi kennen.

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